KITZINGEN

Neue Wege und ein neues Fahrzeug für das THW

Der Ortsverband Kitzingen im Technischen Hilfswerk (THW) freute sich beim Sommerempfang nicht nur übers neue Fahrzeug, sondern auch über besonders fleißige Helfer.
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Landrätin Tamara Bischof (von links) ehrte die Einsatzkräfte Roland Hörner, Ralf Thiergärtner, Zugführer Michael Hack und Klaus Hack. Dekan Hanspeter Kern und Pfarrer Gerhard Spöckl segneten zur Freude des THW-Ortsbeauftragten Alexander Fischer das neue Fahrzeug. Foto: Foto: Hartmut Hess

Der Ortsverband Kitzingen im Technischen Hilfswerk (THW) ging neue Wege, indem er erstmals zum Sommerempfang anstatt zu einer Jahreshauptversammlung einlud. Neu war am dem Abend auch ein Führungsfahrzeug, ein Renault-Transporter, der gesegnet und offiziell in Dienst gestellt wurde.

Der katholische Pfarrer Gerhard Spöckl und der evangelische Dekan Hanspeter Kern segneten das Fahrzeug und die ehrenamtlichen Rettungskräfte, die damit unterwegs sind. „Uns liegt sehr vier daran, dass das Fahrzeug gesegnet wurde und wir hoffentlich immer wieder gesund von den Einsätzen zurückkommen“, sagte der THW-Ortsbeauftragte Alexander Fischer.

Die THW-Kräfte und mit ihnen die Mitglieder der Blaulichtfamilie aus Roten Kreuz, Polizei, Feuerwehr und Notfallseelsorger, praktizieren im Alltag die Bitte von Hanspeter Kern: „Herr, schenke uns Ausdauer im Dienst am Nächsten.“

Staatliche Ehrenzeichen verliehen

Wie Alexander Fischer informierte, wird das neue Fahrzeug künftig als eines der ersten mit bei Einsätzen ausrücken als Zugführungsfahrzeug oder als Mannschaftstransporter. Landrätin Tamara Bischof verlieh im Rahmen des Empfangs Roland Hörner, Martin Müller und Thomas Ziegler für 25 Jahre Dienstzeit das Staatliche Ehrenzeichen am Bande des bayerischen Innenministeriums. Sie bekamen zusätzlich noch THW-Auszeichnungen.

Eine Ehrenurkunde für 20 Jahre humanen Dienst überreichte Alexander Fischer in Namen des Landesbeauftragten an Ralf Thiergärtner, Bernhard Döblinger, Adrian Marquardt und Thomas Kraft. „Heute ist es etwas verhext“, kommentierte Alexander Fischer den Umstand, dass mehrere zu Ehrende aus unterschiedlichsten Gründen nicht kommen konnten. Er ehrte Klaus Hack für 30 Jahre Dienstzeit, genau so lange sind auch Klaus Loder und Dieter Pfister im Kitzinger THW aktiv.

Zweitgrößte Jugendgruppe Unterfrankens

„Wir hatten im Berichtszeitraum sehr viele Aufgaben abzuleisten“, meinte Alexander Fischer Zu Beginn seines Tätigkeitsberichtes. Der Ortsverband hat aktuell 101 Helfer (70 Erwachsene und 31 Jugendliche), davon zwölf weibliche Aktive. „Ich bin besonders stolz auf unsere 31 Jugendlichen, denn mit ihnen haben wir die zweitgrößte THW-Jugendgruppe in Unterfranken“, sagte Fischer.

Max Spiegel glänzt mit 788 Dienststunden

Binnen eines Jahres leisteten die THW-Kräfte an 377 Diensten insgesamt 24 374 Dienststunden. Das bedeutet, dass auf einen Helfer durchschnittlich 189 Stunden pro Jahr kommen. Dabei ragten Max Spiegel, Marcel Förster, Michael Gaiser, Julia Gaiser und Thomas Schönwald heraus, die zwischen 435 und 788 Stunden aktiv waren, was die Anwesenden mit großem Applaus honorierten. Den Großteil der Dienststunden machen Übungen und Lehrgänge aus. Dazu wurde das THW zu 15 Einsätzen für Amtshilfe und Technische Hilfeleistungen gerufen.

Autobahndienst seit 46 Jahren

Alexander Fischer dankte dem Ortsverbands-Ehrenmitglied Manfred Scheuermann dafür, dass der den THW-Kräften immer wieder die Möglichkeit gibt, auf dessen Autoreparatur-Firmengelände die praktische Ausbildung wie den Umgang mit Rettungsschere und Spreizer abzuhalten. Neben dem Alarmen bewältigte der Ortsverband noch 1650 Helferstunden um in der Hauptreisezeit Bereitschaftsdienste auf den Autobahnen A 3 und A 7. Bereits seit 46 Jahren leisten die THW-Kräfte diesen Autobahndienst.

Alexander Fischer würdigte das Engagement aller Mitglieder zu Einsätzen, Lehrgängen und Übungen. Der Ortsbeauftragte nannte stellvertretend für alle Ehrenamtliche seine Stellvertreter Eva Carlone und Helmut Sattler. Der Ortsbeauftragte nutzte den großen Rahmen, um auch den hauptamtliche Simone Hagenauer, Alexandra Neubauer und Isabell Bechold von der Regionalstelle in Karlstadt seinen Dank auszusprechen. Denn sie würden im Sinne der Ehrenamtlichen im THW denken und handeln.

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