Ein neuer Mini-Kreisverkehr und eine neue Gemeindeverbindungsstraße: Mit diesen zwei Verkehrsprojekten will die Stadt Iphofen im nächsten Jahr ihre Infrastruktur weiter verbessern. Zwar hat das Landratsamt den Bau eines Kreisels an der südlichen Stadtzufahrt abgelehnt, da er aus Platzgründen nicht vollwertig ausgeführt werden könne. Nun aber will die Stadt in Eigenregie einen Mini-Kreisverkehr mit 22 Meter Durchmesser sowie einer Querungshilfe errichten. Die Mittelinsel soll leicht erhöht und für Lastwagen überfahrbar bleiben.

Bürgermeister Josef Mend und der Bauausschuss, der dem Vorhaben am Montagabend bei einem Ortstermin zustimmte, erwarten sich durch den Eingriff zwei Effekte: deutlich niedrigere Geschwindigkeiten der Autos im Kreuzungsbereich und damit spürbar höheren Schutz für Fußgänger. Mehr als 200 000 Euro soll der Kreisverkehr kosten, ein Großteil wird an der Stadt hängen bleiben. Ende August will der Landkreis die Fahrbahn der Bahnhofstraße (KT 19) an zwei Wochenenden sanieren: von der B 8 bis zum Bereich des künftigen Kreisels vor der Stadteinfahrt.

Für das kommende Jahr steht auch eine Verlegung der Gemeindeverbindungsstraße nach Markt Einersheim auf der Agenda. Damit Knauf für sein dortiges Werk II Expansionsmöglichkeiten gewinnt, wird die neue Straße gut 300 Meter unterhalb der jetzigen Trasse an die B 8 angeschlossen und mit einem Radweg versehen. Alle, die bisher von Markt Einersheim aus mit dem Fahrrad zu Knauf gelangen, wer-den dann einen deutlichen Umweg in Kauf nehmen müssen. In Gesprächen habe Carlo Knauf festgestellt, er brauche keinen Radweg, hieß es dazu im Ausschuss.

Im Zuge des Ausbaus soll die Fahrbahndecke im Bereich des Baugebiets Ost erneuert und der Verkehr auf Höhe des Weinguts Wirsching (Betriebsgelände) mit geeigneten Mitteln beruhigt werden. An der Einmündung in den Kalbweg entsteht für Fußgänger eine Querungshilfe. Die gesamten Arbeiten sollen laut Bürgermeister im Winter ausgeschrieben und vergeben werden.