MAINSTOCKHEIM

Neue Lieder helfen gegen die alte Leier

„Neue Lieder helfen gegen die alte Leier“, diese Erfahrung hat Pfarrer Michael Bausenwein schon vielen Chören weitergegeben. Besonders stolz war er auf den Evangelischen Kirchenchor Mainstockheim, der sein 25-jähriges Chorjubiläum wegen Renovierungsarbeiten an der St. Jakobskirche im Zanghaus feierte. „Ein Kirchenchor trifft sich jede Woche, um sich für den Gottesdienst mit Singen vorzubereiten, das tut kein anderer Chor – das ist allein schon Gottesdienst.“
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Ehre, wem Ehre gebührt: Für 25, 20 und 10 Jahre Singen im Chor gab es beim Jubiläum des Kirchenchores in Mainstockheim Urkunden und Anstecknadeln. Hintere Reihe von links – Rainer Knott, Kurt Neubert, Ingolf Klein, Renate Klein. Mitte Roswitha Neubert, Gudrun Knott, Inge Burrlein, Barbara Petter, vorne Diana Döll, Karin Schumpa Foto: Foto: Elli Stühler
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„Neue Lieder helfen gegen die alte Leier“, diese Erfahrung hat Pfarrer Michael Bausenwein schon vielen Chören weitergegeben. Besonders stolz war er auf den Evangelischen Kirchenchor Mainstockheim, der sein 25-jähriges Chorjubiläum wegen Renovierungsarbeiten an der St. Jakobskirche im Zanghaus feierte. „Ein Kirchenchor trifft sich jede Woche, um sich für den Gottesdienst mit Singen vorzubereiten, das tut kein anderer Chor – das ist allein schon Gottesdienst.“

Es gebe vier kleine Wunder, freute sich der Pfarrer und brachte damit die Gemeinde zum Schmunzeln: Wenn alle das gleiche Notenblatt dabei haben, jeder die richtige Tonart anschlägt, alle das Wiederholungszeichen sehen und wenn keiner die Pausen singt.

Es gab in Mainstockheim schon immer einen Kirchenchor. Chorleiter Reinhold Hütter gab 1962 den Chor ab und Roswitha Hösch übernahm nach Abschluss ihrer Chorleiterprüfung diese Arbeit. Doch wie das Leben so spielt, nach ihrer Hochzeit mit Kurt Neubert und der Geburt ihrer Kinder gab sie aus Zeitmangel ihr Amt wieder ab. Es entstand eine 25-jährige Pause. 1980 gründete Roswitha Neubert – inzwischen als angestellte Kantorin – mit der Frau von Pfarrer Klaus Häffner und den jeweiligen Konfirmanden einen Singkreis

Mit Begeisterung sang diese junge Gruppe die neuen geistlichen Lieder, teils mit Flöten-, Querflöten- und Gitarrenbegleitung, in Festgottesdiensten. Später wurden sie auch von erwachsenen Sängern unterstützt. Daraus entstand 1989/1990 der jetzige Kirchenchor. Der Singkreis löste sich 1991 wegen Nachwuchsmangel auf. Neue Sänger kamen dazu, bis eine stattliche Chorgruppe mit 30 Aktiven anspruchsvolle Chorliteratur singen konnte.

Beim Mittagessen im Café Spiegel wurden die Chormitglieder mit Anstecknadeln und einer Urkunde des Kirchenmusikdirektors Reinhold Meißer vom Verband der Evangelischen Kirchenchöre ausgezeichnet.

Ehrungen: Für 25 Jahre Singen wurden Barbara Petter, Renate Klein, Ingolf Klein, Gudrun Knott, Rainer Knott, Inge Burrlein und Erika Oll mit einer Urkunde geehrt.

Für 20 Jahre Chorsingen erhielten Karin Schumpa und Kurt Neubert eine Urkunde und für zehn Jahre Angelika Rüdling und Diana Döll. Sieben Jahre singen Elfriede und Ottmar Reinhard im Chor und Claire Seipel fünf Jahre.

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