Kitzingen

Neue Häuser für die Bienen

Angeregt durch die milden Temperaturen der letzten Wochen und zeitweise Sonnenschein hat nunmehr die Bienensaison begonnen.
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Imker fanden sich am Lehrbienenstand in Kitzingen auf dem ehemaligen Gartenschaugelände ein, um nachzusehen, wie die Bienen den Winter überstanden haben. Foto: Marco Klier

Angeregt durch die milden Temperaturen der letzten Wochen und zeitweise Sonnenschein hat nunmehr die Bienensaison begonnen. Sie fliegen wieder und sammeln fleißig Nektar und Pollen, den sie für die Aufzucht ihrer Brut benötigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Imkervereins Kitzingen. Diese neue Generation an Jungbienen wird über die nächsten Wochen die Winterbienen vollständig ersetzen. Bis diese geschlüpft sind, nimmt die Volksstärke nach und nach ab, bis sie in wenigen Wochen regelrecht explodiert und von 10 000 Tieren im Winter auf etwa 50 000 im Sommer anwächst. In der warmen Jahreszeit schlüpfen da pro Tag bis zu 2000 Jungbienen, heißt es weiter.

Im Winter und zeitigen Frühjahr werden, bis auf wenige Ausnahmen, die Bienen sich selbst überlassen und nicht geöffnet, da bei niedrigen Temperaturen unter 15 Grad ansonsten die Gefahr einer Schädigung für die Brut und bei noch tieferen Temperaturen unter acht Grad Gefahr für die erwachsenen Bienen besteht.

Jetzt spielt das Wetter wieder mit und daher haben sich die Imker vor kurzem am Lehrbienenstand in Kitzingen auf dem ehemaligen Gartenschaugelände eingefunden, um nachzusehen, wie die Bienen den Winter überstanden haben.

Da die bisherigen Beuten so langsam in die Jahre gekommen sind, hat der Vorsitzende des Imkervereins Kitzingen und Umgebung, Thomas Gschwandtner, aus langjähriger Erfahrung eigene konzeptioniert und in seiner Schreinerei selbst hergestellt. Die Bienen wurden dann auch sogleich in ihre neue Behausung umgezogen.

Frühjahrsputz im Bienenhaus

Beim Umzug wurde geprüft, ob die Königin noch vorhanden ist, ob das Volk brütet und ob es noch ausreichend Futterreserven für einen eventuellen Kälteeinbruch besitzt. Angeschimmelte Waben wurden entfernt und gegen frische ersetzt. Im Winter geht die Bienenpopulation durch die Brutpause stetig zurück, so dass nicht mehr alle Waben besetzt und in Stand gehalten werden können. Die Folge ist das Auftreten von Schimmel, vor allem bei Randwaben und kleineren Völkern.

Die Imker freuen sich jetzt auf ein schönes und warmes Wetter, heißt es in der Mitteilung. Wie in den letzten Jahren fanden sich auch wieder zahlreiche Neuimker ein, die nach ihrem Grundlehrgang ihre praktischen Erfahrungen am Lehrbienenstand unter der Leitung von Thomas Gschwandtner sammeln dürfen. Natürlich sind auch alle Interessierten willkommen. Die nächsten Termine werden in der Tagespresse bekannt gegeben.

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