FEUERBACH

Neue Eiche fürs Drei-Stein-Eck

Sonntag Vormittag, 10.30 Uhr, Treffpunkt am Drei-Stein-Eck. Was den älteren Feuerbachern noch geläufig war, ist den Jüngeren als Gemarkungsgrenze mitten im Wald schon beinahe verloren gegangen. Willi Beyer hatte die Idee, das alte Wahrzeichen am Drei-Stein-Eck wieder herzustellen. Etwa 200 Jahre lang hatte eine ehrwürdige Eiche diese 3-Stein-Grenze markiert – bis der stattliche Baum vor zwei Jahren dem Eichenprozessionsspinner zum Opfer gefallen war.
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Ein Prost auf die gemeinsame Pflanzaktion am Drei-Stein-Eck: Dabei waren Stefan Möhringer, Otto Hopfengart, Martin Klein, Willi Beyer, Robert Müller und Bürgermeister Werner Knaier (von links). Foto: Fotos: Elisabeth Versl-Waag
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Sonntag Vormittag, 10.30 Uhr, Treffpunkt am Drei-Stein-Eck. Was den älteren Feuerbachern noch geläufig war, ist den Jüngeren als Gemarkungsgrenze mitten im Wald schon beinahe verloren gegangen. Willi Beyer hatte die Idee, das alte Wahrzeichen am Drei-Stein-Eck wieder herzustellen. Etwa 200 Jahre lang hatte eine ehrwürdige Eiche diese 3-Stein-Grenze markiert – bis der stattliche Baum vor zwei Jahren dem Eichenprozessionsspinner zum Opfer gefallen war.

Das erfolgreiche Dorffest im vergangenen Jahr hatte der Gemeinde etwas Geld in die Kasse gespült, so dass das Projekt in Angriff genommen werden konnte. Eine Trauben-Eiche sollte es sein, hatte Förster Stefan Kraus empfohlen. Die sei nicht so anfällig für Schädlinge. Und so kamen sie alle: Interessierte Bürger, eine Abordnung der Jäger, die Siebener aus Reupelsdorf und natürlich Bürgermeister Werner Knaier mit einigen Gemeinderäten. Sogar die Sonne ließ sich wieder mal bei der gemeinsamen Pflanzaktion blicken.

Otto Hopfengart hatte im Wiesentheider Archiv einen Eintrag zum „Markungsumgang“ aus dem Jahr 1774 gefunden: „Ein Eckstein, woselbst das Feuerbacher und Kloster Schwarzacher und Reupelsdörfer Holz zusammen gränzen.... und stehet von solchem gegen den Weg über elf Schuh weit noch ein Stein, so das Reupelsdörfer Holz abmarket......“

Die „elf Schuh weit“ konnten zwar an der Gemarkungsgrenze Feuerbach-Reupelsdorf-Staatsforst nicht exakt nachgemessen werden, aber der erwähnte Eckstein ist noch gut erhalten. Bürgermeister Knaier freute sich, dass der Wurzelstock der alten Eiche erhalten blieb und der neue Baum wieder zum Treffpunkt für den traditionellen Flurumgang werden kann.

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