Iphofen

Neue Diskussion um Iphöfer  Waldkindergarten

Nach der Kritik aus Reihen des Stadtrats gibt es nun erneut warnende Stimmen. Diesmal sind es Winzer, die den geplanten Standort für den Waldkindergarten kritisieren.
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Ein idyllisches Plätzchen im Schießgrund hat sich der Iphöfer Stadtrat (hier bei einem Ortstermin im Juli) für die Waldgruppe des Kindergartens ausgesucht. Doch es gibt auch Kritik an dem Standort. Foto: Eike Lenz

Die Standortwahl für einen Teil des neuen Iphöfer Waldkindergartens hat im Stadtrat zuletzt zu einer Kontroverse geführt. Und obwohl das Gremium im Juli beschlossen hat,  für die feste Waldgruppe eine Hütte in der Abteilung Schießgrund zu errichten, schwelt die Diskussion weiter – diesmal unter den Winzern. Stadtrat Klaus Brehm gab diesen Bedenken in der Sitzung am Montagabend eine Stimme. Manche Winzer hätten wegen der im Weinberg eingesetzten Spritzmittel Zweifel geäußert, ob der in der Nähe gelegene Standort für die Waldgruppe sinnvoll sei. Auch eine Zunahme des Verkehrs durch an- und abfahrende Eltern werde angeführt. Jetzt soll es einen erneuten Ortstermin geben.

An der Entscheidung, den Waldkindergarten in eine dauerhafte Waldgruppe und die wechselnde Waldpädadogik zu teilen, hatte es im Stadtrat schon bei einem Ortstermin Ende Juli Kritik gegeben. Allerdings hatten dann bis auf Rupert Maier alle Räte für die Doppellösung mit zwei Standorten und zwei Gebäuden gestimmt. Nun melden sich einzelne Winzer zu Wort, die vor dem Standort im Schießgrund warnen. Wenn sie regelmäßig ihre nahe gelegenen Rebflächen spritzen, könnten der Sprühnebel oder Gerüche herüberwehen. Für Bürgermeister Josef Mend ist dieses Argument „an den Haaren herbeigezogen“. Bei sachgerechtem Einsatz passiere da gar nichts. Er hält die Argumentation für ein „perfektes Eigentor der Winzer“ und sagt: „Bevor der Kindergarten verboten wird, wird das Spritzen verboten.“

Genau das aber ist offenbar die Sorge der betroffenen Winzer, wie Dritter Bürgermeister Jörg Schanow glaubt. Er könne die Argumente verstehen und „sich vorstellen, dass sich Eltern über Gerüche beschweren und deshalb die Stadt verklagen“. Man müsse diese Stimmen aus den Reihen der Winzer ernst nehmen; sie wollten ihr Gewerbe auch in Zukunft ausüben und nicht beeinträchtigt sein. Bürgermeister Mend will, um die Sache zu befrieden, im Oktober erneut zu einem Termin vor Ort laden, bei dem die Leiterin der Waldgruppe den Räten ihre Sicht erklären könne.

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