DETTELBACH

Neue Bauplätze für Bibergau

Wenn alles gut geht, dann stehen in Bibergau demnächst wieder einige Baugrundstücke zur Verfügung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hausbau
ARCHIV - Baukräne stehen am 08.08.2012 in einer Neubausiedlung in Parkstetten (Bayern) hinter dem Rohbau von einem Einfamilienhaus.

Wenn alles gut geht, dann stehen in Bibergau demnächst wieder einige Baugrundstücke zur Verfügung. Mit einer Ergänzungs- und Einbeziehungssatzung will die Stadt neue Bauplätze schaffen. Das beschloss der Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag.

Grund für die Aufstellung einer solchen Satzung ist die Anfrage eines einheimischen Bauwerbers, auf einem Grundstück im Außenbereich bauen zu dürfen. Da sich das Grundstück direkt an das vorhandene Baugebiet anschließt, biete es sich an, so der Vorschlag der Verwaltung, einen Teil des Außenbereichs mit Hilfe der Satzung zum Innenbereich zu machen. Dadurch könnten ohne aufwändigen Bebauungsplan einige neue Bauplätze geschaffen werden. Allerdings müssten die Bauwerber für die Wasser- und Abwassererschließung selber aufkommen. Für den ersten Bauwerber eine teure Sache, die sich auf geschätzt 150 000 Euro beläuft. Sollten weitere Bauwillige folgen, werden diese Kosten entsprechend umgelegt und dem ersten Bauwerber erstattet. Die genaue Grenze des Gebiets wird in Absprache mit dem Landratsamt noch festgelegt, sie sollte nicht zu weit sein, um eben ein Bebauungsplanverfahren zu verhindern. Die Satzung selber wird dann nochmals in Ausschuss behandelt.

Weitere Punkte der Sitzung waren:

Auf etwas Unmut bei einigen Räten stieß der Antrag der katholischen Kirchenstiftung Bibergau auf Bezuschussung der Dachreparaturen des Kindergartens. Problematisch für die Räte: Die Arbeiten sind bereits abgeschlossen, der Antrag wurde nicht im Vorfeld gestellt. Deshalb einigten sich die Ratsmitglieder darauf, nicht die üblichen zwei Drittel an Investitionskostenzuschuss zu gewähren. Anstelle von möglichen 2300 Euro bekommt die Kirchenstiftung 1500 Euro.

Seit dem Jahr 2000 liegt der Pachtzins für die städtischen Kleingärten fest und beträgt zwischen 10 und 15 Cent pro Quadratmeter und Jahr, je nach Lage und Versorgung mit Wasser. Da seitdem alles teurer wurde, sollten auch diese Pachtzinsen angepasst werden, so der Vorschlag der Verwaltung. Gärten ohne Wasser werden ab 2019 dann 20 Cent anstelle von 10 Cent, mit Wasser 25 Cent anstelle von 15 Cent kosten. Eine Nachfrage für diese Gärten besteht, alle sind verpachtet. Die Verwaltung reagiert damit auch auf Hinweise des Rechnungsprüfungsausschusses, der seit Jahren zu niedrige Pachtzinsen von Seiten der Stadt rügt.

Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren