Volkach
Pflanzaktion

Neue Bäume für Volkach

Eine Augenweide für Einheimische und Gäste soll bald das Mainvorland in Volkach werden. Nach der Fertigstellung der neuen Mainbrücke liegt die Fläche in der Nähe der Schiffsanlegestelle momentan noch brach da.
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Blühendes Mainvorland: Kleinwüchsige Zierbäume haben Wilhelm Straßberger, Stadtgärtner Harald Sauer, Bürgermeister Peter Kornell und ihre Mitarbeiter Marco Walz, Günther Schmitt und Marcel Meinhard am Donnerstag unterhalb der Mainbrücke gepflanzt.  Fotos: Pfannes
Blühendes Mainvorland: Kleinwüchsige Zierbäume haben Wilhelm Straßberger, Stadtgärtner Harald Sauer, Bürgermeister Peter Kornell und ihre Mitarbeiter Marco Walz, Günther Schmitt und Marcel Meinhard am Donnerstag unterhalb der Mainbrücke gepflanzt. Fotos: Pfannes
Ein erster Schritt zu einer grünen Mainpromenade wurde am Donnerstag getan. Gartenbautechniker Wilhelm Straßberger pflanzte gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtgärtnerei 35 Bäume. "Es war für uns ein gefundenes Fressen, dass wir einen Platz gefunden haben, an dem wir wieder Bäume pflanzen können", sagte der Mitarbeiter der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim mit einem strahlenden Gesicht.
Als Mitglied der Agenda "Grüngestaltungskreis" aus Kitzingen hatte er die Pflanzbäume eigentlich zur späteren Begrünung des Gartenschaugeländes in der Kreisstadt vorgesehen. "Kitzingen hat die Bäume mehr oder weniger verschmäht", sagte Straßberger enttäuscht. Nach seinem Kenntnisstand bestehe angeblich ein Urheberrecht auf der Gartenschaufläche mit der Folge, dass die Bäume am Kitzinger Mainufer nicht gepflanzt werden durften. Nutznießer der Ablehnung ist die Weinstadt Volkach.
Dass die kleinwüchsigen Zierkirschen und Zierpflaumen jetzt an der Mainschleife angepflanzt wurden, freut Bürgermeister Peter Kornell (FWG) um so mehr. "Diese Bäume haben uns keinen Cent gekostet", betonte das Stadtoberhaupt. Er dankte Straßberger für die Idee, deren spontane Ausführung und das großzügige Sponsoring. "Straßberger hat uns bereits im vergangenen Jahr mit 20 Bäumen unterstützt, die am Freibad angepflanzt wurden", erinnerte der Bürgermeister.
Erst vor kurzem hatte die Abholzung von riesigen Pappeln entlang des Volkach-Baches eine hohe Welle der Entrüstung in Volkach geschlagen. Das Pflanzen der Zierbäume sei keine Ersatzpflanzung für die abgesägten Baumriesen, betonte Kornell. Die Stadt investiere alljährlich in Neupflanzungen. Der Radikalschnitt der Pappeln hätte aus Sicherheitsgründen durchgeführt werden müssen. "Wir hatten auch schon viele Jahre, in denen wir nichts zurückgeschnitten und trotzdem gepflanzt haben."
Auf der Freifläche zwischen der Schiffsanlegestelle und dem Fußgängertunnel unter der Staatsstraße 2271 will die Stadt in nächster Zeit weitere Kastanien und Nussbäume anpflanzen.
Keinen Nährwert für Menschen haben dagegen die am Donnerstag gepflanzten Zierbäume, die laut Straßberger zwei Vorteile mit sich bringen. "Im Frühjahr blühen die Bäume wunderschön und im Herbst zeigen sie eine eindrucksvolle Färbung." Dieser "Doppeleffekt" habe den Ausschlag dafür gegeben, japanische Zierpflanzen einzusetzen.
In Verlängerung des Volkacher Mainvorlands waren Straßberger und seine Mitstreiter bereits in den vergangenen Tagen aktiv. Entlang des Mainkanals in Richtung Gerlachshausen wurde 14 Hitze verträgliche Haselnussbäume gepflanzt.
"Die Bäume sind eine Bereicherung für die Kulturlandschaft eines kleinen Städtchens am Main", kommentierte Kornell die Pflanzaktion. Auch in Zukunft will der Bürgermeister mit Wilhelm Straßberger eng zusammenarbeiten. Er hofft, dass die Zierkirschen vielleicht schon im Frühjahr ihre erste Blütenpracht zeigen.
Während Stadtgärtner Sauer das Anwachsen der Bäume überwacht, wird Straßberger künftig eigenhändig ihre Pflege übernehmen. "Später brauchen die Bäume nicht viel Pflege. Sie brauchen nicht, wie Obstbäume, einen regelmäßigen Schnitt."

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