Der Empfang für die im vergangenen Jahr neu nach Wiesentheid und in die Ortsteile gezogenen Bürger zeigte, dass der Markt eine recht lebendige Gemeinde ist. Während Bürgermeister Werner Knaier die Gäste im Rathaus willkommen hieß, strömten noch weitere Neue in den Saal. Die Stühle reichten kaum aus. „Lieber weitere Stühle holen, als ein halb leerer Raum“, stellte Knaier fest.

Es herrschte viel Leben im Rouillac-Saal, als der Bürgermeister seinen Ort vorstellte. Unter den Neubürgern waren einige Paare mit kleinen Kindern, aber auch Senioren, die erst kürzlich Wiesentheid zu ihrer Heimat gewählt haben. Rund 350 Zuzüge verzeichnete die Gemeinde 2018, allerdings auch beinahe so viele Wegzüge.

Im offiziellen Teil stellte der Bürgermeister seine Gemeinde und ihre Vorzüge mit Fotos, Filmen und Worten vor. Er wies auf Sehenswürdigkeiten, Traditionen, und Vereine hin, ehe mit seinem Stellvertreter Heinrich Wörner und Otto Hünnerkopf zwei Gemeinderäte für ihre Fraktionen kurz sprachen. Wörner warb dafür, dass sich die Neuen auch im Ort mit einbringen. „Sie sind gut aufgehoben bei uns. Wir hoffen, dass viele von Ihnen hier bleiben und Wiesentheid nicht nur als Durchgangsstation sehen“, sagte Hünnerkopf.

Im Anschluss sprachen Sabine Halbritter und Susanne Mann als Vertreter der beiden Konfessionen für die beiden Kirchengemeinden. Wiesentheid sei „ein sehr lebendiger Ort, gehen sie auf die Menschen zu“, gaben die beiden an die Zugezogenen weiter.

Bürgermeister Knaier bat die Neuen, ihre ersten Eindrücke vom neuen Wohnort zu schildern. Dabei gab es viel Positives, etwa von Margot Will. „Sehr positiv überrascht“, sei sie gewesen. Die Natur, Rad- und Wanderwege hob sie hervor, wie auch die aufgeschlossenen Menschen. Die aus Altenschönbach stammende Will lebte 40 Jahre mit ihrem Mann in Fulda, ehe sie wieder zurück kam.

„Es gibt hier alles, was man zum, Leben braucht“, sagte Wilfried Putz, der aus Tiefenstockheim kam. Eine Frau hob hervor, dass sie in kurzer Zeit habe auch sie bereits viele Leute kennengelernt. Der aus Hamburg stammende Hans Peter Barlozek zeigte sich angetan von die Freundlichkeit der Menschen. „Hier haben die Verkäuferinnen in den Geschäften noch Zeit für ein Gespräch“, ist ihm aufgefallen. Zusammen mit seiner Frau habe er sich hier im Rentenalter ein Grundstück gekauft, nachdem man schon öfters in der Gegend gewesen sei. Schön findet er, dass nahezu alles zu Fuß zu erreichen sei. Lediglich das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel monierte er.

Bürgermeister Knaier bedankte sich bei den Gekommenen und teilte als Willkommensgeschenk eine neue CD aus, die unter anderem Bilder aus dem Festjahr 2018 zeigt.