NENZENHEIM

Nenzenheimer Weinbauverein feiert seinen 65. Geburtstag

Zu seinem Jubiläum feierte sich der Weinbauverein in seiner Versammlung auch ein wenig selbst. Mit einem Filmzusammenschnitt wurde den vergangenen Jahren gedacht.
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Artur Steinmann (links) „beschirmt“ mit einem Deko-Träubel die Geehrten des Nenzenheimer Weinbauvereins. Weinprinzessin Christina Hartmann gratulierte den Mitgliedern ebenfalls. Foto: Foto: Carmen Lechner

„Sie haben ein Kapitel Heimatgeschichte geschrieben“, war Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes am Samstag im Nenzenheimer Feuerwehrsaal voll des Lobes für einen Verein, in dem er selbst Mitglied ist: dem Weinbauverein Nenzenheim. Heuer gibt es ihn seit 65 Jahren, und seit 40 Jahren richtet er gemeinsam mit dem Sportverein das Weinfest aus. Das eröffnet im fränkischen Weinfestkalender traditionell den Reigen in der Region und machte den Iphöfer Stadtteil überregional bekannt. Grund genug für den Verein sich an der Jahreshauptversammlung auch ein bisschen selbst zu feiern.

Vereine tragen Kultur in die Gesellschaft

1975 sei er erstmals nach Nenzenheim gekommen, sagte Steinmann. Hier lernte er seine Frau Elfriede kennen und damit auch die Winzerkultur des Dorfes am Tannenberg sowie den Weinbauverein. „Die Vereine tragen auch Kultur in die Gesellschaft“, so Steinmann.

Das bekräftigte auch Weinprinzessin Christina Hartmann, die erst seit wenigen Wochen die Krone für ihren Heimatort trägt. „Was wäre das Weinfest ohne die vielen Helfer?“, fragte sie in die Runde und lud ein, auch heuer kräftig mit anzupacken.

Die Rückschau erstreckte sich diesmal nicht nur auf die vergangenen zwölf Monate. Werner Haßold und Timo Lechner hatten alte Super-8-Filme von Weinfesten zu Beginn der 1980er-Jahre digitalisiert. Daraus wurde ein etwa anderthalbstündiger Zusammenschnitt gezeigt.

Weniger Gewinn beim Weinfest

Auf das vergangene Jahr eingehend, sagte Vorsitzender Alexander Hansch, dass der Gewinn beim Weinfest schmaler ausfiel, was er auf die schlechte Witterung zurückführte. Zum Auftakt des Weinfestes im April hatte es sogar geschneit.

Beim 40. Nenzenheimer Weinfest am 22. April kommt mit der „First Generation Number Nine“ eine Cover-Band zurück in das Festzelt, die rund ein Dutzend Mal in den großen Zeiten des Beatabends für viel Besucher gesorgt hat.

Eintritt beim Auftritt der „Würzbuam“

Das erhoffen sich die Organisatoren auch vom Auftritt der „Würzbuam“, bei dem am 29. April erstmals auch Eintritt verlangt wird. „Sehen Sie es als Sicherheits-Beitrag für das Weinfest“, sagte Hansch im Hinblick auf die hohen Auflagen und damit verbundenen Kosten für Security-Kräfte. Die „Reuscher Musikanten“ gehören ebenfalls zu den alten Bekannten in Nenzenheim. Am 30. April werden sie beim Weinfest ihr Abschiedskonzert spielen.

Am 1. Mai wird es dann in mehrfacher Hinsicht eine Premiere geben: Erstmals wird ein „Rock mit dem Herrn“-Gottesdienst im Festzelt stattfinden. Dafür hat der Nenzenheimer Musiker Matthias Schenk zehn Stücke geschrieben, die Grundlage für den Gottesdienst sind, den Pfarrer Matthias Subatzus halten wird.

Geehrte Mitglieder

Artur Steinmann ehrte außerdem zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit. Stolze 60 Jahre sind Johann Kistner und Fritz Rabenstein schon Mitglieder. Seit 50 Jahren halten Theo Distler, Fritz Klein und Helmut Wolf die Treue sowie seit 40 Jahren Georg Blank, Andreas Löslein und Ludwig Eisen. Ute Felbinger, Herbert May, Werner Haßold, Ernst Sturm und Herbert Alt sind seit 25 Jahren Mitglieder.

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