Kitzingen

Naturnah: Evangelischer Kindergarten hat neues Leitbild

Ein Baum, seine Wurzeln und die Blätter, darüber die Sonne: Der Evangelische Kindergarten in Kitzingen hat ein neues, naturnahes Konzept – und ein neues Leitbild.
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Die Kinder des Evangelischen Kindergartens in Kitzingen haben im Garten Obst und Gemüse angepflanzt. Das gefällt besonders denen, die zuhause keinen Garten haben. Foto: Lisa Marie Waschbusch
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"Vor eineinhalb Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, um unseren Kindergarten auf einen neuen Weg zu bringen." Iris Klenk, Erzieherin und stellvertretende Kindergartenleitung im Evangelischen Kindergarten in der Kitzinger Alemannenstraße, und ihre Kolleginnen und Kollegen sind sichtlich stolz auf das, was dabei entstanden ist: ein neues Leitbild, in dessen Zentrum die Natur steht. Mit einem Leitungswechsel im Kindergarten sollte sich auch dessen Ausrichtung ändern. Im Rahmen einer vom bayerischen Familienministerium geförderten Qualitätsmaßnahme arbeiteten die Erzieher an einem neuen pädagogischen Konzept und einigten sich schnell auf die Naturnähe als zentralen Aspekt. 

Entwickelt hat das Layout die Kindergartenmutter Daniela Küntzer. Und die Erzieher sind sich einig: Als naturnahe Einrichtung ist der Baum das passende Symbol. Seine Wurzeln symbolisieren das Gerüst des Kindergartens, das auf Werten wie Individualität und Wertschätzung basieren soll. Daraus sollen die Kinder "wachsen", wie beim Baum die Blätter. Die Sonne, die über dem Baum steht, trägt ein Zitat Platons: "Die Natur ist ein Brief Gottes an die Menschheit."

Natur zum Anfassen

Der Grund für die naturnahe Ausrichtung des Kindergartens ist neben dem Umweltschutz auch seine grüne Lage: "Unser Kindergarten hat für einen Stadtkindergarten großflächige grüne Außenanlagen", so Klenk. Zwei Gärten gibt es bereits, jetzt soll noch ein neuer dazu kommen. Hier wird den Kindern, von denen viele in der Stadt ohne Garten aufwachsen, viel geboten: eine Werkbank, eine Matschküche, eine Indianerecke mit Kochstelle und Hochbeete, die sie bepflanzt haben. Im Kindergarten in der Alemannenstraße wolle man den Kindern "die Natur als Erfahrungsraum, Lernfeld und Lebenswelt intensiv ermöglichen", heißt es in der mehr als 100 Seiten umfassenden Konzeption. Das Leitbild verbildlicht diese als "Visitenkarte" des Kindergartens.

Das Plakat soll im Kindergarten sichtbar für alle aufgehängt werden. Was drauf steht, können die Kinder zwar nicht lesen, dafür aber ihre Eltern. "Sie sollen auf einen Blick sehen können, wofür dieses Haus steht und den pädagogischen Leitfaden erkennen", erklärt Klenk.



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