MAINBERNHEIM

Närrische Hollywoodstars in Berna

„Hollywood“ lautete das Motto des Kappenabends des TSV Mainbernheim, der am Samstag wieder in der Mehrzweckhalle stattfand. Moderator Frank Siemers entlarvte in seinen launigen Reden zwischen den Darbietungen mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen so manchen Stadtrats- sowie die beiden Bürgermeisterkandidaten als gekonnte Schauspieler. Er ließ aber bei allen kritischen Tönen eher versöhnlichen Gedanken freien Lauf.
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Vampire: Die Gardetänzerinnen des TSV Mainbernheim mit einem schaurig-schönen Auftritt. Foto: Fotos: Timo Lechner
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„Hollywood“ lautete das Motto des Kappenabends des TSV Mainbernheim, der am Samstag wieder in der Mehrzweckhalle stattfand. Moderator Frank Siemers entlarvte in seinen launigen Reden zwischen den Darbietungen mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen so manchen Stadtrats- sowie die beiden Bürgermeisterkandidaten als gekonnte Schauspieler. Er ließ aber bei allen kritischen Tönen eher versöhnlichen Gedanken freien Lauf.

Und es war wieder einmal spannend mit anzusehen, mit wie viel Esprit und Einsatz die Laiendarsteller ihre Nummern vorbereitet hatten. Das begann schon bei dem schwarz-weißen Tanz der Handball-Kids, der bei entsprechend dunklem Licht sehr viel fürs Auge bot, ebenso wie der schwindelerregende „Tanz der Vampire“, den junge Gardemädchen des TSV darboten. Wem das noch nicht genug war, der kam beim heimlichen Höhepunkt des Kappenabends, dem Männerballett „Die bärenstarken Kesselringer“ und ihrer tänzerischen Interpretation des modernen Film-Klassikers „Fluch der Karibik“ auf seine Kosten. In die Bütt stieg als „Gast aus der Nachbarschaft“ wieder Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein ebenso wie der Mainbernheimer Thomas Pfeiffer, der als dunkelhäutiger kraushaariger Neubürger Mainbernheims aus dem Asylbewerberwohnheim im Gartenweg auftrat. Selbst direkter Nachbar, nahm er aber weniger die zum Jahreswechsel manchmal emotional geführten Diskussionen um den Zuzug von Fremden aufs Korn, sondern erzählte aus dem Mainbernheimer Lokalkolorit von Mist verlierenden Landwirten und schwatzhaften Bäckerei-Besucherinnen. Ebenso aus dem Leben im Städtle erzählten und sangen auch wieder die „Secco Sisters“, die zudem mit tiefst weiblichen Sichtweisen glänzten und diese ebenfalls persiflierten. Auch ein regelmäßiger Punkt des heuer wieder rund vierstündigen Programms, auf das sich jedes Jahr die Besucher des Kappenabends freuen.

Erstmals hatte der TSV in diesem Jahr einen Kartenvorverkauf mit Platzkarten organisiert und meldete schon Wochen vor dem Faschingsabend ausverkauft. Ein toller Erfolg für die närrische Sitzung, die einige Jahre Anlauf gebraucht hatte, bis sie sich in Mainbernheim etablierte.

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