Sie sind gut 35 Jahre alt, sie sind aus Beton und sie werden allmählich marode: Die Straßenlampen in den Ortsteilen von Martinsheim. Im vergangenen Jahr überprüfte der Energieversorger die Leuchten und stellte fest: Elf Masten müssten dringend ausgetauscht werden, so berichtete es Bürgermeister Rainer Ott in der Ratssitzung am Montagabend.

„Wenn etwas passiert, gibt es ein Problem“, war sich Ott sicher und plädierte für einen Austausch der Peitschenmasten, die bis zu vier Meter lange Risse im Beton zeigen. Wie allerdings sollen die neuen Lampen aussehen? Ganz so große Masten wollen die Räte eigentlich nicht mehr haben. Allerdings sollte in den Straßen auch kein allzu großes Durcheinander entstehen. Deshalb der Beschluss: Bis zur nächsten Ratssitzung sollen Angebote für verschiedene Leuchtkörper eingeholt werden.

Dabei ist auch zu prüfen, welche Art von Leuchtmitteln Sicht bei Nacht schaffen sollen. LED-Lampen wären schön, da sie wenig Strom verbrauchen. Doch stellt sich die Frage der Rentabilität. Diese sollte ebenso geprüft werden, wie die weitere Frage, ob neben dem Energieversorger für die Gemeinde noch weitere Anbieter zulässig sind.

Probleme mit der Straßenbeleuchtung haben die Anwohner der Langgasse 21 und 26 in Martinsheim. Der Weg zu ihren Häusern, so ein Schreiben von Heinz und Monika Schmidt, ist nicht ausgeleuchtet. Vor allem im Winter ist es schwierig für Besucher zu den Häusern zu finden. Die Gemeinde sollte eine ausreichende Gehwegbeleuchtung prüfen, so die Bitte.

Nach einem Ortstermin waren sich die Räte einig: Es ist dort dunkel, die letzte Leuchte liegt rund 37 Meter entfernt. Allerdings: „Wenn jeder eine Leuchte vor seinem Haus haben möchte, können wir uns das nicht leisten“, sagte Ott. Der Vorschlag aus den Reihen der Räte dazu: Prüfen, ob die nächstgelegene Leuchte nicht so umgerüstet werden kann, dass der Weg besser ausgeleuchtet wird. Wenn das nicht geht, soll ein Angebot für eine weitere Straßenlampe eingeholt und mit den Anliegern über eine Kostenbeteiligung verhandelt werden.