Schwarzach

Nach dem Neubau ist der Altbau dran

Die Erweiterung des Münsterschwarzacher Kindergartens St. Felizitas läuft nach Zeitplan. Im März sollen die Kinder in den dann fertigen, neuen Anbau umziehen.
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Planerin Regina Kober hat zum Ortstermin im Kindergartenneubau Farbmuster für die Außenfassade mitgebracht. Die Ratsmitglieder entscheiden sich mit knapper Mehrheit für einen hellgelben Farbanstrich. Foto: Peter Pfannes

Die Erweiterung des Münsterschwarzacher Kindergartens St. Felizitas läuft nach Zeitplan. Im März sollen die Kinder aus dem Gebäudebestand in den dann fertigen, neuen Anbau umziehen. Nach dem Umzug wird die Sanierung des Altbaus in Angriff genommen. Im September könnte dann die Einweihungsfeier für beide Gebäude stattfinden. Am Dienstagabend inspizierten die Mitglieder des Gemeinderats im Vorfeld der Ratssitzung den Neubau, in dem ab Herbst über 100 Kleinkinder betreut werden.

Der Erweiterungsbau mit einer Grundfläche von 350 Quadratmeter ist soweit fertiggestellt, dass bereits in der kommenden Woche die Maler anrücken können, freute sich Bürgermeister Volker Schmitt über den guten Baufortschritt. Die beiden Planer Regina Kober und Harald Kober vom Wiesentheider Ingenieurbüro Brändlein führten den Rätetross, die Verantwortlichen des Kindergartenvereins und das Erzieherinnenteam durch die groß dimensionierten Räume, die künftig drei zusätzlichen Gruppen Platz bieten.

Insgesamt wird der Kindergarten St. Felizitas nach Fertigstellung des Anbaus und des sanierten Altbaus je drei Kinderkrippen- und Kindergartengruppen beherbergen. Laut Kindergartenleiterin Katja Schreck steigt die Zahl der dann betreuten Mädchen und Jungen von bislang 50 Kindern auf mehr als das Doppelte. Alt- und Neubau sind durch einen Gang miteinander verbunden. Schlafraum, Wickelmöglichkeiten und das Bad mit Toiletten werden von den neuen Gruppen gemeinsam genutzt. Die Gruppenräume werden mit schallschluckenden Decken ausgestattet, die Böden mit Linoleum ausgelegt.

Die Frage, welche Außenfarbe das Gebäude erhalten soll, wurde kontrovers diskutiert. Ein paar düstere Glühbirnen im Anbau machten die Farbauswahl nicht einfach. Letztlich entschied man sich mit 6:5 Stimmen für einen hellgelben Anstrich (Ginster). Kindergartenleitung und Kindergartenverein, der beim Ortstermin durch die Vorsitzenden Wolfgang Schömig und Jasmin'e Zezula vertreten wurde, hatten als Anstrich die Farbe Amber vorgeschlagen und wurden von der Rätemehrheit überstimmt. Die Bedenken, dass gelbe Farbe Wespen anlocken könnten, entkräftete Regina Kober. "Da ist uns nichts Negatives bekannt", sagte die Planerin, die die Farbmuster mitgebracht hatte.

Der Neubau erhält ein graues Blechdach. Das Aufstellen des Spielgeräts "Arche Noah" im Wert von 130 000 Euro, das die Playmobil-Stiftung St. Felizitas in Aussicht gestellt hat, hat von der Regierung von Unterfranken grünes Licht bekommen. Damit das Ingenieurbüro die Außenanlagen für das riesige Spielgerät neu überplanen kann, fehlt jetzt noch die endgültige Zusage der Stiftung. Verena Eichler-Feser, die Schatzmeisterin des Kindergartenvereins erklärte, dass sie täglich auf das "Ok" der Playmobil-Stiftung warte.

Die Mehrkosten der Umplanung samt Planungskosten bezifferte Harald Kober mit etwa 15 000 Euro. In der anschließenden Sitzung im Lang-Haus vergab das Gremium mehrere Aufträge für den Kindergarten. Die Baureinigung erledigt die Firma Titan aus Buchbrunn für knapp 3000 Euro. Die neue Büroeinrichtung kommt von der Firma Georg Greb aus Ebelsbach für 7038 Euro. Das elektronische Schließsystems liefert das Unternehmen Faciliteam aus Würzburg für 7942 Euro.

Weitere Themen im Rat:

Für die Neugestaltung des Platzes vor dem Torhaus der Abtei Münsterschwarzach erhält die Marktgemeinde eine Förderung von knapp 150 000 Euro aus dem ELER-Förderungsprogramm für Dorferneuerungs- und Infrastrukturprojekte in Bayern. Den Zuwendungsbescheid hat Bürgermeister Schmitt vergangene Woche in München erhalten. Die Gesamtkosten liegen laut Kostenberechnung des Planungsbüros bei 345 000 Euro. Um die Förderung zu erhalten, muss das Projekt bis zum 7. Januar 2021 erledigt sein.

Zugestimmt hat der Gemeinderat dem Neubau einer Sternwarte auf der Fläche der Abtei Münsterschwarzach. Das neue astronomische Observatorium soll auf einer Grünfläche vor dem Fair-Handel entstehen und auch für schulische Zwecke genutzt werden. Das Grundstück liegt im Überschwemmungsbereich des Schwarzach-Bachs (HQ 100).

Für künftige Starkregenereignisse führt die Gemeinde ein zweitägiges Hochwasseraudit mit Fachleuten durch. An dem Seminar, das als Ziel einen Notfallplan bei Hochwasser hat, nehmen Mitarbeiter von Gemeinde, Feuerwehr, Bauhof und Kläranlage teil.

Für Straßeninstandsetzungen hat die Gemeinde im vergangenen Jahr 69 000 Euro ausgegeben. Bürgermeister Schmitt servierte die Schlussrechnung, die gut 8000 Euro unter dem Kostenansatz liegt.

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