Kitzingen

Nach Tierskandal: Grüne erfragen Situation im Landkreis

Nach einem gravierenden Vorfall im Allgäu fragten die Grünen im Kreistag an, wie es um die Rinderhaltung im Landkreis Kitzingen bestellt ist.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nach dem Tierskandal im Allgäu informierte das Landratsamt über die Situation der Rinder haltenden Betriebe – hier ein Archivbild aus Euerfeld – im Landkreis Kitzingen. Insgesamt gibt es 206 Betriebe in überschaubaren Größen. Die Zahl bekannter Verstöße bei der Tierhaltung hält sich in Grenzen. Foto: Frank Weichhan

Wegen Tierquälerei war vor kurzem ein Milchviehbetrieb im Allgäu in die Schlagzeilen geraten. Dort sollen Kühe gequält worden sein. In dem umstrittenen Landwirtschaftsbetrieb in Bad Grönenbach, einer der größten bundesweit, sollen Kühe misshandelt worden seien. Außerdem starben dort doppelt so viele Kälber wie im Landesdurchschnitt. Die Staatsregierung kündigte inzwischen verbesserte Kontrollen der Großbetriebe an. Wie viele Tiere haltende Betriebe es im Landkreis gibt, welche Größenordnungen dahinter stecken und wie es um die Kontrollen steht, wollte die Grünen-Fraktion im Kreistag wissen.

In der Antwort der Verwaltung heißt es dazu, dass im Landkreis 206 Rinder haltende Betriebe gemeldet sind. 100 davon sind Milchviehalter, wobei der größte Betrieb gut 300 Tiere hat. Vier Betriebe haben mehr als 200 Rinder und 36 Betriebe über 100 Rinder. Außerdem gibt es im Kreis 106 Mastrinderhalter, der größte mit etwa 500 Rindern, zehn Betriebe haben mehr als 100 Tiere.

Landkreis zählt 239 Schweinehalter

Schweine haltende Betriebe gibt es 239, darunter 24 mit mehr als 1000 Schweinen sowie 61 Betriebe mit 100 bis 1000 Tieren. 

Zur Thematik Kontrollen führte die Verwaltung aus, dass es bei der Nutztierhaltung – also Rinder, Schweine, Schafe, Geflügel, Fische und Bienen – zwei Arten von Kontrollen gibt, die sich im Umfang unterscheiden. Zusätzlich finden Kontrollen bei den jährlich 18 Rindermärkten in Dettelbach statt, dabei werde der Tierschutz beim Transport sowie der Gesundheits- und Pflegezustand der kreisübergreifend angelieferten Kühen, Bullen und Kälbern überwacht.

Fünf leichte Verstöße festgestellt

Verstöße sind demnach eher selten: Seit Januar 2018 fanden 28 Stallkontrollen bei 21 Schweinehaltern statt, dabei wurden im Bereich Tierschutz drei leichte Verstöße festgestellt. Die Situation bei den Rindern ist ähnlich: Es gab seit Januar 2018 um die 50 Stallkontrollen in 31 Betrieben. Dabei gab es im Tierschutz zwei leichte Verstöße.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.