IPHOFEN/KITZINGEN

Nach 110 Jahren droht das Aus

Der Steigerwaldklub-Zweigvereins Iphofen-Kitzingen steht vor seiner Auflösung - es gelang in der Versammlung nicht, einen neuen Vorstand zu wählen.
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Herr der Wege
(tl) Siegfried März aus Iphofen ist ein ehrenamtlicher Wegewart. Der 69-Jährige ist für die Stadt Iphofen seit vergangenem Jahr regelmäßig auf rund 100 Kilometern gut markierten Wanderwegen unterwegs. Foto: Text/Foto: T. Lechner

Das Ergebnis der Hauptversammlung des Steigerwaldklub-Zweigvereins Iphofen-Kitzingen ist unerfreulich: Der Klub steht vor seiner Auflösung, da es in der Versammlung nicht gelang, einen neuen Vorstand zu wählen.

Vorsitzender Volker Dungs schreibt in einer Mitteilung, dass er von den Teilnehmern an der Versammlung beauftragt wurde, bis zur 48. Kalenderwoche zu versuchen, noch eine Lösung zu finden.

Gibt es die nicht, lautet sein Auftrag, spätestens zum 30. November im Namen der Mitglieder beim Hauptverein die Auflösung zu beantragen.

Schon vor einem Jahr hatte Dungs angekündigt, die Ämter als Vorsitzender und Schriftführer aus gesundheitlichen Gründen aufgeben zu müssen. Auch der stellvertretende Vorsitzende Dieter Servatius kann aus beruflichen Gründen seinem Amt nicht mehr nachkommen. Und die langjährige Kassiererin Eva Dülk legte ihr Amt ebenfalls aus gesundheitlichen und aus Altersgründen nieder. Eva Dülk gab in der Hauptversammlung ihren letzten Kassenbericht. Daran hatten die Kassenprüfer nichts auszusetzen. Dungs informierte auch über die Arbeit des entschuldigten Wander- und Wegewarts Siegfried März und sagte, dass März diese Tätigkeit weiter ausüben wolle.

Siegfried März und er seien die Einzigen gewesen, die sich bis Ende 2014 mit den rund 150 Kilometer Wanderwegen auf Iphöfer Gemarkung befasst haben. Nachdem Dungs wegen einer Operation für diese Arbeit ausfällt, wurde mit der Stadt Iphofen eine neue Lösung gefunden: Mit zwei Mitarbeitern der Stadt wird März die Wanderwege und die Rundwege, die im Zusammenhang mit dem Life-Plus Projekt entstanden sind, betreuen. Zu diesem Thema gab der Vorsitzende bekannt, dass die Helfer ihre Aufwandsentschädigung für Markierungsarbeiten in Höhe von 1720 Euro der Stadt gespendet haben. Außerdem wurde die noch vom ehemaligen und verstorbenen Vorsitzenden Franz Woda angeregte Spende und der im Jahr 2014 vom Vorstand des Steigerwaldklubs der Stadt zugesagte Betrag für die Restaurierung des Bildes an der Bildeiche überwiesen.

Dem Vorstand wurde nach den Berichten der einzelnen Mitglieder Entlastung erteilt. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen gab es weder für den Vorsitzenden noch für die weiteren Vorstandsposten Kandidaten, die sich zur Verfügung stellten. Die genannten Vorstandsmitglieder Dungs, Servatius und Dülk traten noch einmal offiziell von ihren vier Vorstandsämtern zurück.

Das genannte Vorgehen war das Ergebnis der Diskussion, nachdem Dungs darauf hingewiesen hatte, dass ein offizieller Antrag zur Auflösung des Vereins einen Monat vor dem Ende eines Jahres bei dem Hauptverein gestellt werden muss.

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