STADELSCHWARZACH

Musterbeispiel für Engagement

Andreas Ebert aus Stadelschwarzach wurde von einer großen Trauergemeinde zu Grabe getragen. Das Original aus Stadelschwarzach starb am Freitag im Alter von 91 Jahren. Neun Trauerreden am Ende des Gottesdienstes in der St. Bartholomäuskirche zeugen von dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement Eberts in mehr als sieben Jahrzehnten.
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Andreas Ebert aus Stadelschwarzach ist gestorben. Foto: Foto: D. Berthel

Andreas Ebert aus Stadelschwarzach wurde von einer großen Trauergemeinde zu Grabe getragen. Das Original aus Stadelschwarzach starb am Freitag im Alter von 91 Jahren. Neun Trauerreden am Ende des Gottesdienstes in der St. Bartholomäuskirche zeugen von dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement Eberts in mehr als sieben Jahrzehnten. Prichsenstadts Bürgermeister René Schler fasste zusammen, dass Eberts Lebenslauf ein Musterbeispiel für ein äußerst engagiertes Leben zum Wohl der Dorfgemeinschaft sei.

Andreas Ebert wurde als drittes von acht Kindern der Bauernfamilie Josef und Maria Ebert am 27. Mai 1923 in Stadelschwarzach geboren. 1942 wurde er zum Infanterieregiment 173 in Würzburg eingezogen und nahm 1944 in Russland an der Eroberung der Krim teil. Zweimal wurde er verwundet. In Warschau geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er im September 1945 entlassen wurde. 1955 übernahm Andreas Ebert den Hof seiner Eltern. 1952 heiratete er seine Frau Albina.

Für den Verstorbenen stand Zeit seines Lebens das Ehrenamt immer ganz oben. Neben dem Amt als Kirchenpfleger, das er 24 Jahre innehatte war er stellvertretender Kommandant der Feuerwehr, Feldgeschworener, Vorsitzender und Kassier der Jagdgenossenschaft, Sammler für Kriegsgräber und Gründungsmitglied der Soldatenkameradschaft Stadelschwarzach. Darüber hinaus war er auch im Gemeinderat aktiv. Wo es Verantwortung zu übernehmen gab, war er zur Stelle.

Neben der Sorge für seine große Familie hatte Andreas Ebert viele Leidenschaften, doch eine der größten war wohl die für die Waldkörperschaft, bei der er über 40 Jahre Kassier war. Neben den Finanzen war er verantwortlich für Ausstattung, Erhalt und Pflege der Arbeitsgeräte für die Waldarbeiter. Bis ins hohe Alter von über 80 Jahren fehlte er bei keinem Waldarbeitsgang.

Von Vereinen und Institutionen wurde Andreas Ebert in den vergangenen Jahrzehnten vielfach geehrt und ausgezeichnet. Unter anderem mit der Urkunde des Bischofs, dem goldenen Ehrenzeichen des VdK, dem großen Verdienstkreuz in Gold und der Bürgermedaille der Stadt Prichsenstadt.

Bis ins hohe Alter war Andreas Ebert körperlich und geistig sehr fit und verbrachte viel Zeit in der Natur, fuhr Rad und stieg ab für ein Gespräch, wenn man ihm begegnete.

Um den Verstorbenen trauern neben vielen Freunden und Bekannten seine vier noch lebenden Geschwister, zwei Söhne und vier Töchter mit Familien darunter 14 Enkel- und 13 Urenkelkinder.

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