SOMMERACH

Musizierte Tradition in Sommerach

Das Silvester-Blasen der Musikkapelle Sommerach hat eine lange Tradition. Die wurde weiter fortgesetzt.
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Das Silvester-Blasen hat lange Tradition: Auch in diesem Jahr ließ es sich die Musikkapelle Sommerach nicht nehmen, die Gäste und Ortsbewohner mit traditioneller Volksmusik auf das neue Jahr einzustimmen. Foto: Foto: Walter Braun

Das Silvester-Blasen der Musikkapelle Sommerach hat eine lange Tradition. Mitteilungen beziehungsweise Überlieferungen zufolge zogen die Sommeracher Musiker bereits vor über fünfzig Jahren am Silvestertag von Straßenecke zu Straßenecke und stimmten die Ortsbewohner und Gäste mit Märschen, Polkas oder Walzer auf das neue Jahr ein.

Veränderungen

Dieser Ablauf änderte sich in den sechziger Jahren. Zu diesem Zeitpunkt trafen sich die Musiker zur Mitternachtsstunde pünktlich am Pfarrhaus. Die musikalischen Darbietungen, so ist der Vereinschronik zu entnehmen, wurden bei jeder Witterung durchgeführt. Das war gerade bei frostigen Temperaturen nicht immer einfach.

Aufwärmen schon mal nötig

„Da musste man sich schon ab und zu Mal in den heimischen Bäckereien für das Weitermusizieren aufwärmen“, erinnert sich der Ehrenvorsitzende des Musikvereins Sommerach, Norbert Molitor. Doch nicht nur die Witterung zum Jahreswechsel wurde für die Fortsetzung des so genannten Silvester-Blasens zu einem Problem.

Kritik am Zeitpunkt

Auch der Zeitpunkt der Traditionsveranstaltung um Mitternacht störte insbesondere die Nachwuchsmusiker. Nicht selten dauerten die Silvester-Ständchen bis in den frühen Morgenstunden. Und da blieb für die Akteure kaum die Möglichkeit, mit Freunden und Familienmitgliedern Silvester zu feiern. Nicht zuletzt auf Initiative des Musikernachwuchses entschied man sich 1995, den musikalischen Streifzug am Nachmittag des Silvestertages zu präsentieren.

So war es auch in diesem Jahr, wo sich bei idealem Wetter zahlreiche Ortsbewohner und Gäste an der Ortskirche eingefunden hatten. In seinem Grußwort freute sich der Leiter der Musikkapelle Sommerach Edgar Pickel nicht nur über den großen Zuspruch der Veranstaltung, sondern ebenso über die Tatsache, dass sich unter den 33 Akteuren der Kapelle auch etliche Nachwuchsmusiker befanden.

Lohn im Rathaus

Als Lohn für die einstündige Präsentation traditioneller Volksmusik gab es für die Akteure nicht nur Applaus sondern auch eine Einladung ins Rathaus. Hier dankte Bürgermeister Elmar Henke bei einem Umtrunk den Akteuren für das Standkonzert. Lobend erwähnt wurden hierbei auch die Auftritte der Musiker im zurückliegenden Jahr.

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