Marktbreit

Museumsbesuch: Der Weihnachtsmann am Telefon

Fast vergessene Kunstform: Marktbreiter Museum im Malerwinkel zeigt an den Adventswochenenden Schattenkunst.
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Der "Weihnachtsmann am Telefon" ist eine der Scherenschnitte, die Leiterin Simone Michel-von Dungern in der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Museum im Malerwinkel in Marktbreit zeigt. Foto: Robert Haaß

Es war eher ein zufälliger Fund, der die Leiterin des Museums im Malerwinkel, Simone Michel-von Dungern, zur diesjährigen Weihnachtsausstellung inspirierte: Ein Büchlein von Hanns Heinrich und Klara Meister mit Gedichten und Schattenbildern rund um das Thema Weihnachtszeit aus Kindersicht. Das passt zum Thema Weihnachten, zum Musealen Weihnachtsmarkt in Haus und ist eine fast vergessene Kunstform aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

"Heilige Weihnacht" heißt das Buch, das im Mittelpunkt der Ausstellung steht und das Michel-von Dungern um zusätzliche Entdeckungen erweitert hat und unter dem Motto "Schwarz-Weiß: Silhouettenkunst zu Winter, Schnee und Weihnacht" zusammen fasst. Da sind die Vergrößerungen aus dem Buch von 1930, die die Wände des Ausstellungsraumes zieren, mit Schattenbildern wie der "erste Schnee", der "Weihnachtsmann am Telefon" oder der Kirchgang am "Weihnachtsmorgen" ergänzt mit dem jeweiligen Gedicht.

Dazu zeigt die Ausstellung Beispiele von Künstlerkarten, Buchillustrationen und Filmausschnitte, alles in Schwarz-Weiß. Da ist etwa die Sommerhäuserin Irmingard von Freyberg, die in den 1950er Jahren Live-Scherenschnitt-Spiele im Bayerischen Rundfunk vorführte, etwa das "Sandmännchen". 1985 verstoben ist von Freyberg heute fast vergessen, obwohl es in der Ochsenfurter Stadtbücherei eine Ausstellung über sie gibt.

Öffnungszeiten

Geöffnet ist die Ausstellung an den Adventswochenenden jeweils von 14 bis 18 Uhr. An den Sonntagen findet dann neben der Ausstellung der schon traditionelle Museale Weihnachtsmarkt statt.

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