LANDKREIS KITZINGEN

Müllgebühren bleiben wohl stabil

Was die Kosten für den Müll anbelangt, kann sich der Landkreis glücklich schätzen: „Wie vor 20 Jahren“ seien die Gebühren aktuell, betonte Wolfgang Sandreuter bei den Haushaltsberatungen des Kreistags im Umwelt-, Verkehrs- und ÖPNV-Ausschuss.
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Abfall
Foto: Ruppert

Was die Kosten für den Müll anbelangt, kann sich der Landkreis glücklich schätzen: „Wie vor 20 Jahren“ seien die Gebühren aktuell, betonte Wolfgang Sandreuter bei den Haushaltsberatungen des Kreistags im Umwelt-, Verkehrs- und ÖPNV-Ausschuss.

Der Chef der Abfallwirtschaft hatte gleich noch eine gute Nachricht parat: Wenn es im Herbst darum geht, die Gebühren für die nächsten drei Jahre zu kalkulieren, deutet sich weiter eine „erfreuliche Finanzlage“ an. Oder anders gesagt: Es spricht derzeit alles dafür, dass die derzeitigen Gebühren auch noch bis zum Jahr 2017 gelten.

Ein Ausblick, der auch bei Landrätin Tamara Bischof für Freude sorgte: „Wir können sehr zufrieden sein!“ Dass die Kosten das Niveau von vor 20 Jahren erreichen konnten, liegt auch daran, dass die Gebühren zuletzt sogar zweimal gesenkt werden konnten: Einmal mit der Einführung eines neues Abrechnungssystem im Jahr 2010 sowie noch einmal zwei Jahre später.

Um den öffentlichen Nahverkehr weiter voranzubringen, greift der Landkreis künftig stärker in die Tasche. Statt bisher jährlich 200 000 Euro werden in diesem Jahr 311 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Der Mehraufwand zahlt sich in verschiedenen Bereichen aus: So soll es beispielsweise mehr Fahrten geben. Zudem stehen die Chancen gut, dass ab dem 1. Januar 2016 der gesamte Landkreis komplett an den Nürnberger Verkehrsverbund angebunden wird. Bisher gilt das nur für Iphofen und Kitzingen.

„Wir können sehr zufrieden sein!“
Tamara Bischof, Landrätin

Zur Ausbesserung der Landkreisstraßen steht ebenfalls mehr Geld zur Verfügung – wenn auch durch eine Verschiebung. Weil aus dem geplanten Ausbau zwischen Krautheim und der Landkreisgrenze zu Schweinfurt zunächst nichts wird – zwei Eigentümer wollen benötigte Flächen nicht verkaufen – können die eingeplanten 400 000 Euro umgebucht werden und in das Ausbauprogramm fließen.

In der Sitzung ging es zudem um Neuanschaffungen und Zuschüsse. So darf sich der Landschaftspflegeverband Kitzingen für seine Naturschutzaufgaben über 25 000 Euro freuen. Der Kreisbauhof bekommt gleich mehrere neue Geräte: Einen Radlader (100 000 Euro), einen Streuautomaten für den Winterdienst (40 000 Euro), einen Schneepflug (15 000 Euro) sowie einen Geräteträger mit Mulcher (120 000).

Der Bauhof selber wird ebenfalls aufgehübscht: Für Dach- und Fassadensanierung des Gebäudes aus den 60er Jahren stehen insgesamt 50 000 Euro bereit.

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