Kitzingen

Müller preist die Vorzüge Kitzingens

Positive Präsentation statt Aufzählung von Projekten bei der Jahresabschluss-Sitzung im Kitzinger Stadtrat
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Den Jahresabschluss ließ sich Kitzingens Oberbürgermeister nach vorheriger Abwesenheit nicht nehmen. "Ich freue mich, dass ich hier sein kann", leitete Siegfried Müller die letzte Sitzung des Kitzinger Stadtrats in diesem Jahr ein, deren einziger Tagesordnungspunkt seine Abschlussrede war. In deren Mittelpunkt stand eine Präsentation der Stärken und Vorzüge Kitzingens. Mit seinen ersten Worten ging er auf Persönliches sein: Da zuletzt aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Sitzungen teilnehmen konnte, wollte Müller zumindest die letzte Rede des Jahres selbst halten. Nach dem Jahreswechsel werde er auf Reha an seiner Genesung weiterarbeiten.

Müller holte nicht zum "befürchteten Streifzug durch sämtliche Projekte" aus, sondern nutzte nach einem turbulenten Jahr die Gelegenheit, die Vorzüge Kitzingens anzupreisen. Er kritisierte, dass die Stadt durch Fernsehberichterstattung "in ein falsches, schlechtes Licht gerückt" worden: "Ich lade die Teams von RTL und ZDF gerne noch einmal zum Rundgang ein, so dass sie auch positiv über unsere Stadt berichten können", bot er an. Die Radweg-Posse mit Albertshofen sei zudem "nicht im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit benachbarter Gemeinden" gewesen.

Panoramablick

Mit mildem Klima, verwinkelten Gässchen und einem unverbauten Panoramablick über den Main auf die Altstadt lade Kitzingen zum Verweilen und Genießen ein. Entgegen aller Prognosen habe sich die Einwohnerzahl in den letzten Jahren positiv entwickelt und sei über 22700 gestiegen. Von der sehr geringen Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent, weit unter dem Bundesdurchschnitt, "träumen andere", so Müller. Auch die Konversion sei trotz ihrer Größe "eine Erfolgsgeschichte" geworden, dank privater Investoren. Dass Kitzingen eine familienfreundliche Stadt sei, darauf könne er "mit Stolz hinweisen". Ebenso sprach er sich für den Einzelhandel aus. "Bestellen Sie nicht online, kommen Sie zu uns in die Stadt und kaufen hier ein", appellierte Müller.

Sein Stellvertreter Stefan Güntner übermittelte aus den Reihen des Gremiums vor allem beste Genesungswünsche an Müller und äußerte in einer kurzen Rede den Wunsch, dass im Rathaus eine aktivere Kommunikation nach außen gepflegt werde. "Wenn mal etwas nicht wie gewünscht läuft, wird halt die Stadt mit Schimpf und Schande überschüttet. Dann werden wir alle, Mitarbeiter und Stadträte, in den gleichen Sack geworfen", kritisierte er. Ein erklärendes Wort zu Anfang könne im Nachhinein manchen Ärger vermeiden.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Zum Abschluss dankte Müller besonders "allen Bürgern, die sich für ihre Mitmenschen und für unsere Stadt einsetzen". Ebenso bedankte er sich bei jenen Firmen und Institutionen, die Aktionen und Veranstaltungen der Stadt finanziell unterstützen. Seinen Stadtratskollegen dankte Müller "für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit". Allen Mitarbeitern der Verwaltung und in den städtischen Betrieben sprach er zudem seinen Dank "für ihre wertvolle Arbeit und Unterstützung" aus. Zwei personelle Änderungen hob Müller hervor: Zum 1. Januar übernimmt Rebecca Hick die Leitung der städtischen Bau GmbH von Norbert Brand. Ebenso begrüßte er Lisa Spiller als neue Protokollantin der Sitzungen. Abschließend wünschte Müller allen Anwesenden und Kitzinger Bürgern "alles Gute für ein gesundes und friedliches neues Jahr".

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