Münsterschwarzach

Motivierte Jakobspilger aus Münsterschwarzach fast am Ziel

Es war das letzte Teilstück vor dem großen Ziel in Santiago de Compostela, das die Jakobspilger aus Münsterschwarzach in diesem Jahr gelaufen sind: Circa 250 Kilometer haben sie erwandert. Jetzt trennen sie nur noch 180 Kilometer von der berühmten Kathedrale, um die Figur des Heiligen Jakobs nach alter Pilgertradition umarmen zu können.
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Die Jakobspilger aus Münsterschwarzach bewältigten 250 Kilometer. Jetzt trennen sie nur noch 180 Kilometer vom Ziel Santiago de Compostela. Foto: Marianne Heußinger
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Es war das letzte Teilstück vor dem großen Ziel in Santiago de Compostela, das die Jakobspilger aus Münsterschwarzach in diesem Jahr gelaufen sind: Circa 250 Kilometer haben sie erwandert. Jetzt trennen sie nur noch 180 Kilometer von der berühmten Kathedrale, um die Figur des Heiligen Jakobs nach alter Pilgertradition umarmen zu können. 

Eine Schule bricht auf

Die trainierte Pilgerschar, die mittlerweile zum 12. Mal aufgebrochen war, legte insgesamt schon über 2500 Kilometer auf dem Jakobsweg zurück. 2020 will die Gruppe, die sich 2008 unter dem Motto „Eine Schule bricht auf“ auf den Weg gemacht hat, in Santiago ankommen. Am Start waren vor elf Jahren  100 pilgerbegeisterte Eltern, Schüler und Lehrer des Egbert-Gymnasiums.

Auch in diesem Jahr ließ es sich Abt Michael Reepen OSB nicht nehmen, den Pilgern bei der Abfahrt am Pfingstsamstag den Pilgersegen zu erteilen. Bei mitunter kühlem, aber idealem Pilgerwetter durchquerte die Pilgerschar die  dünn besiedelte Weite der Meseta auf 900 Höhenmetern.

Bewundernswerter Idealismus

Bei Laune gehalten wurden die Pilger auf vielfältige Weise, sei es mit Hilfe von Gesprächen untereinander oder den gemeinsamen Andachten. So sangen sie mit zwei Israelinnen begeistert das Lied „Hevenu Shalom Alechem“ und staunten über den bewundernswerten Idealismus einer Gruppe Italiener, die zu sechst eine spastisch gelähmte Frau auf einem selbstgebautem Einrad über steinige Pfade zogen und schoben. Am Monte Irago, auf 1500 Höhenmetern erreichten die Pilger den höchsten Punkt des Jakobswegs - das Cruz de Ferro, ein Kreuz, an dem alle Pilger Steine ablegten. 

Der Abstieg von der Höhe war steinig und führte die Gruppe über Astorga, mit seiner großen gotischen Kathedrale, nach Ponferrada, mit der weithin sichtbaren Templerburg, bis Villafranca. Mit vielen Eindrücken kehrte die Gruppe schließlich nach Münsterschwarzach zurück. Schon heute betonen sie: "Alle freuen sich auf die letzte gemeinsame Etappe nach Santiago im nächsten Jahr". 

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