MARKT EINERSHEIM

Modern Jazz in alten Mauern

Kultur im Rathaus ist in Markt Einersheim längst etabliert – und begehrt. Zur jüngsten Veranstaltung begrüßte Winfried Laug, Sprecher des Arbeitskreises Kultur im Rathaus, die Besuch im voll besetzten Foyer im Rathaus. Diesmal stand Modern Jazz auf dem Programm. Für diese Stilrichtung war das Duo Johannes Liepold und Philipp Schiepek aus Würzburg eingeladen worden.
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Porträts in Landschaften: Der Künstler Martin Koller erklärt Winfried Laug seine Bilder. Foto: Fotos: Gerhard Bauer
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Kultur im Rathaus ist in Markt Einersheim längst etabliert – und begehrt. Zur jüngsten Veranstaltung begrüßte Winfried Laug, Sprecher des Arbeitskreises Kultur im Rathaus, die Besuch im voll besetzten Foyer im Rathaus. Diesmal stand Modern Jazz auf dem Programm. Für diese Stilrichtung war das Duo Johannes Liepold und Philipp Schiepek aus Würzburg eingeladen worden.

Liepold, ein Schüler des Musikers Richard Roblee aus Iphofen, wechselte zwischen den Instrumenten Sopran-, Alt- und Basssaxophon, Schiepek arbeitete mit blitzschnellem Fingerspiel auf einer halbakustischen Jazzgitarre.

Die beiden Musiker begeisterten mit virtuos gespielten Instrumenten und Soloeinlagen vom ersten Ton an. In freien Improvisationen mit wechselnder Dominanz von Blech und Saite, ließen beide ihren Stimmungen freien Lauf. Mit ihren im Zwiegespräch verbundenen Instrumenten traf das Duo immer wieder den Nerv des Publikums. Im Rhythmus wippende Füße, trommelnde Finger und nickende Köpfe verrieten: das ist das überzeugende Konzert wie es erwartet wurde.

Werke bekannter Komponisten standen ebenso auf dem Programm wie Eigenkompositionen Liepolds. Mit einem gehauchten Ton aus dem Basssaxophon und tosendem Beifall klang des Konzert aus. Bürgermeister Herbert Volkamer sagte, er habe einen anspruchsvollen musikalischen Abend erwartet und sei darin nicht enttäuscht worden.

Bilder im Bürgersaal

Auch die anschließenden Vernissage des Malers und Landschaftsarchitekten Martin Koller aus Freising war nach dem Geschmack des Bürgermeister. Koller hatte die Ausstellung im Bürgersaal unter das Motto „Gestreift und Kariert“ gestellt. Laug sagte, er sei von den Porträts mit Landschaften angenehm enttäuscht worden, habe er von einem Landschaftsarchitekten Landschaftsbilder erwartet. Als Landschaftsarchitekt gestalte man Räume, in der Kunst komme es ihm jedoch nicht auf eine Stilrichtung an, sondern auf Bilder, die spontan Stimmungen und Träume festhalten und dem Betrachter wiedergeben, erklärte Koller seine Werke.

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