ABTSWIND

"Mix for Kids" für ein lebenswertes Leben

Der gemeinnützige Verein unterstützt im Namen des verstorbenen Abtswinder Juniorchefs Steffen Mix benachteiligte Kinder und Jugendliche. Seit seinem Tod gingen massenhaft Spenden ein.
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Vorsitzende Silke Wurlitzer (vorne rechts) besuchte in Indien die Einrichtungen, die von „Mix for Kids“ unterstützt werden. Foto: Foto: Mix for Kids

Im September 2017 erschütterte der Tod von Steffen Mix nicht nur Angehörige, Freunde, Kollegen und Geschäftspartner, sondern auch viele Menschen in Mainfranken und aus dem Sport. Der Juniorchef der Firma Kräuter Mix aus Abtswind und Fußballbundesliga-Schiedsrichter verunglückte im Alter von 27 Jahren bei einem Autounfall. Anlässlich der Beerdigung bat die Familie um Spenden, um die Erinnerung an den Verstorbenen zu bewahren und seine Ideale weiterleben zu lassen. Seitdem gingen rund 40 000 Euro auf dem Spendenkonto ein.

Steffen Mix galt als einer der hoffnungsvollsten Nachwuchs-Schiedsrichter Deutschlands. Viele wähnten ihn bereits in der Bundesliga, was auch sein großer Traum gewesen war. Der Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, Jürgen Pfau, einst selbst Schiedsrichter in der Gruppe Gerolzhofen, wie Mix, schilderte ihn in einem Nachruf als „bodenständigen und aufgeschlossenen Mensch“. Als Schiedsrichter war er beliebt und genoss auch bei den Vereinen eine hohe Akzeptanz.

Rasanter Aufstieg

Seine Karriere und der Aufstieg als Unparteiischer verlief für Steffen Mix rasant. Motiviert von einem Freund, begann er als 15-Jähriger im Jahr 2004 seine Schiedsrichter-Laufbahn. Kurz nach der erfolgreichen Prüfung zog er sich einen Schienbeinbruch zu. In der Folge war für ihn Schluss als aktiver Fußballer. Fortan widmete er sich der Tätigkeit als Schiedsrichter.

Dort geriet Mix durch gute Leistungen schnell in den Fokus und gehörte bereits 2007 zu den Anwärtern für die Bezirksliga der Herren. Nur wenig später leitete er schon Spiele in der Landesliga. Sein steiler Aufstieg führte ihn 2012 in die Regionalliga. Ein Jahr später pfiff er bereits in der Dritten Liga, wo er bis zu seinem Tod 43 Spiele leitete.

Neben dem Hobby, das viel Zeit einnahm, wuchs er mehr und mehr in die Aufgaben des elterlichen Unternehmens. So durfte Steffen Mix bei seinen Geschäftsreisen hautnah erfahren, unter welchen schwierigen Bedingungen Kinder und Jugendliche in benachteiligten Ländern leben. Hilfsorganisationen lagen ihm am Herzen und fanden seine Unterstützung.

50 Mitglieder beigetreten

Im Sinne von Steffen Mix kam das anlässlich der Beerdigung gespendete Geld dort zum Einsatz, wo dringend Hilfe benötigt wird. Dafür gründeten Angehörige, Kollegen und Freunde in Abtswind den gemeinnützigen Verein „Mix for Kids“, dem inzwischen 50 Mitglieder beigetreten sind, darunter die Firma Kräuter Mix als erstes und größtes Fördermitglied. Vorsitzende ist Silke Wurlitzer, ihr Stellvertreter Bernhard Mix; zur Schriftführerin und Schatzmeisterin wurde Sabine Schmidbauer gewählt.

„Mix for Kids“ finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge soziale Projekte für Kinder und Jugendliche in Indien, Albanien und Deutschland. „Mix for Kids will, dass Leben lebenswert ist“, sagt Silke Wurlitzer, die Geschäftsführerin bei Kräuter Mix ist. „Jeder Euro wird eingesetzt, um jungen Menschen eine faire Chance für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu ermöglichen.“ Deshalb setzt sich der Verein für Ernährungssicherheit, Chancengleichheit, Bildung und Teamsport ein. Um seine Ziele zu erreichen, kooperiert Mix for Kids mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Don Bosco Mondo und den Würzburger Klinikclowns.

Lebensqualität verbessern

In der indischen Region Gujarat fließt Geld an ein Waisenhaus für Straßenkinder, an Frauen in einer Selbsthilfegruppe, die ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Gewürzmischungen verdienen, an eine Schule sowie in ein Projekt, dessen Ziel darin liegt, die Lebensqualität von Stammesvölkern zu verbessern. In Deutschland unterstützt Mix for Kids die Klinikclowns, die Kinder in Krankenhäusern besuchen. Als Nächstes will der Verein dafür sorgen, dass Kinder aus den Bergregionen Albaniens zur Schule gehen können.

Silke Wurlitzer, die sich bei einer Dienstreise selbst ein Bild von den geförderten Einrichtungen in Indien machte, erklärt: „Bei allen unseren Projekten ist es uns wichtig, nicht nur einmalig, sondern dauerhaft zu helfen. Nur dann können wir wirklich etwas bewirken.“ Daher wird Mix for Kids auch in Zukunft Spenden sammeln. Der Verein ist offen für Mitglieder und freut sich über Neuzugänge (Jahresbeitrag 25 Euro). Auf der Internetseite www.mixforkids.de gibt es weiterführende Informationen.

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