„Wir wollten herausfinden, ob die musikalische Chemie stimmt, denn ein Gitarrenduo musste her“, erinnert sich Barbara Hölzer an den Startschuss für eine gemeinsame musikalische Karriere mit Barbara Hennerfeind, die jetzt schon zehn Jahre währt.

Im Januar 2005 trafen sich die beiden Gitarristinnen erstmals zur gemeinsamen Probe, die der Auftakt für eine erfolgreiche Musikgeschichte sein sollte. Das „Duo Tedesco“, wie sie ihre musikalische Zweisamkeit betitelten, steht mittlerweile seit zehn Jahren auf der Bühne.

„Unser Lieblingskonzertort ist natürlich der Konstitutionssaal im Gaibacher Schloss, schon alleine wegen der tollen Atmosphäre.“
Barbara Hölzer vom Duo Tedesco

Eine eigene Geburtstagsfeier zum Jubiläum ist nicht geplant. Ihre Freude über das langjährige Miteinander wollen die beiden Musikerinnen bei den Auftritten in diesem Jahr mit ihrem Publikum teilen, wie zuletzt Mitte März beim Konzert im Gaibacher Konstitutionssaal.

„Es gab damals mehrere Konzertanfragen und Kurse sollten gehalten werden“, blickt Barbara Hölzer auf die Anfänge zurück. Die in Gaibach lebende Musiklehrerin, die an der Volkacher Musikschule unterrichtet, kam damals zu einem Entschluss, den sie bis heute nicht bereut hat: „Im Duo machen solche Dinge einfach mehr Freude als alleine.“ Die ersten Proben mit der Würzburgerin Barbara Hennerfeind verliefen fruchtbar. „Siehe da, die Chemie stimmte“, so Barbara Hölzer. Die beiden passionierten Gitarristinnen probten, übten und schufen gemeinsam ein Programm, zunächst buntgemischt, dann im Laufe der Jahre immer gezielter. Bei ihren Live-Auftritten ganz ohne Verstärker und Lautsprecherboxen nahmen sie in der Folgezeit ihre Zuhörer mit auf unterhaltsame und kurzweilige Reisen durch die weite Welt der Klänge. Die Musikfreunde wussten das Angebot mit internationalem Gitarrengenuss durchaus zu schätzen, so dass die Konzertsäle fast immer gefüllt waren.

Innerhalb von zehn Jahren entstanden die unterschiedlichsten Programme, die nicht selten von weiteren Künstlern begleitet wurden. So trat das Duo Tedesxco unter anderem mit Connie Boese „Mozartissimo“, mit Michael Gründel „Melodien und Weisen aus Shakespeares Zeit“, mit dem Cellisten Rainer Bartke „Von fremden Ländern und Menschen“ und mit dem Schauspieler Peter Hub „Von allerlei Menschen und Getier“ auf. Beliebte Ohrwürmer von „Barbara und Barbara“ wurden „Sounds of Spain“ und „Romantic Moments“. Die ausgewogene Musikwahl reicht von der Romantik bis hin zu modernen Popbearbeitungen im steten Wechsel mit spanischer Kunst- und Folkloremusik. Bei den früheren Volkacher Kulturwochen war das Duo, das mittlerweile in ganz Deutschland unterwegs ist, ein fester Bestandteil des Programms.

Barbara Hölzer und Barbara Hennerfeind sind weltoffen, aber auch sehr heimatverbunden. Immer mit einem Lächeln im Gesicht lieben sie es kuschelig im Konzertsaal. Wen wundert es also, dass „unser Lieblingskonzertort natürlich der Konstitutionssaal im Gaibacher Schloss ist, schon alleine wegen der tollen Atmosphäre“, so Hölzer. Deren spürbare Leidenschaft für spanische Folkore erweitert ihre Partnerin nicht selten mit Tanz, Gesang und Kastagnetten, bei deren Umgang sie sich als wahre Meisterin entpuppt. Das Team Tedesco lebt aus der kreativen und konstruktiven Zusammenarbeit zweier Vollblutmusikerinnen, denen das gemeinsame Musizieren auch nach zehn Jahren noch viel Freude macht. „Es gibt nichts Schöneres als den Klang einer Gitarre, es sei denn, deren zwei“, lieben beide den Spruch des Komponisten Frédéric Chopin (1810 - 1849).

Auch im Rundfunk ist das Jubel-Duett bald wieder zu hören. Live-klänge im Radio gibt es mit Barbara Hölzer und Barbara Hennerfeind am Montag, 4. Mai, von 19 bis 20 Uhr im Bayerischen Rundfunk (Bayern 1). Die Sendung ist eine Direktübertragung aus dem Studio Nürnberg.