MARKTSTEFT

Mit offenen Karten spielen

Nach wie vor hadern die Marktstefter Räte mit den Zahlen aus dem Kindergarten. Sie wollen wissen, wie das Defizit zustande kommt.
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Unzufrieden sind die Marktstefter Räte mit den Zahlen, die der Träger des Kindergartens Marktsteft zum Defizit vorgelegt hat. Foto: Foto: Haass

Nach wie vor hadern die Marktstefter Räte mit den Zahlen aus dem Kindergarten. Zwar ist ihnen klar, dass sie das Defizit der Einrichtung tragen müssen, aber sie wollen wissen, wie dieses Defizit zustande kommt. In der Ratssitzung am Montagabend lagen ihnen nun Zahlen vor – doch die seien zu allgemein, wie Bernhard Etzelmüller monierte.

Schon in der Haushaltsberatung und Verabschiedung im September war das Betriebskostendefizit des Kindergartens in Höhe von rund 250 000 Euro, das zum Teil von der Stadt zu tragen ist, Thema im Rat. Die Räte wollten mehr Einblick in die Zahlen. Was vom Träger nun vorgelegt wurde, reiche, so die Aussagen am Montag, nicht aus.

Bürgermeister Thomas Reichert versicherte den Räten, dass er eine detaillierte Kostenrechnung gefordert hatte, trotz Anmahnung habe er aber von der Kirche keine konkreteren Zahlen, als die vorgelegten bekommen. Auch die Nachfrage bei anderen Kindergärten oder deren Träger wegen vergleichbarer Zahlen habe zu keiner besseren Auskunft geführt. Man halte sich hier wohl ein wenig bedeckt.

Etzelmüller forderte nochmals auf: „Die müssen hier mit offenen Karten spielen“ und Günter Seitz will die Buchhaltungsunterlagen einsehen. Allerdings stellte Reichert auch fest, dass die Stadt über den Personaleinsatz und den Personalschlüssel keine Vorschriften machen könne.

Nun soll beim Landratsamt nachgefragt werden, was an Zahlen zu fordern sei. Das Thema Kindergartendefizit wird dann zu Beginn 2016 wieder Thema im Rat sein.

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