GROßLANGHEIM

Mit mehr Freude und Elan in die Singstunde

„Wir könnten alle im Verein zufrieden sein“, leitete der Vorsitzende des Männergesangvereins, Ralf Weigand, am Samstag die Jahreshauptversammlung ein. Könnten. Denn neben der Freude über gelungene Auftritte und dem Stolz auf das Repertoire des Chores, steht für ihn die Sorge um den Zusammenhalt seiner Sänger:
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Vorsitzender Ralf Weigand (links) ehrte zusammen mit seinem Stellvertreter Günther Ritz (3. von links) zahlreiche engagierte Mitglieder des Männergesangvereins: Hans Högner, Kurt Lamparter, Felix Hümmer, Theresia Pfannes, Karin Rickel, Ferdinand Scheller, Georg Rau und Hermann Helmer. Foto: Foto: Regina Sterk

„Wir könnten alle im Verein zufrieden sein“, leitete der Vorsitzende des Männergesangvereins, Ralf Weigand, am Samstag die Jahreshauptversammlung ein. Könnten. Denn neben der Freude über gelungene Auftritte und dem Stolz auf das Repertoire des Chores, steht für ihn die Sorge um den Zusammenhalt seiner Sänger: In letzter Zeit habe er das Gefühl, dass private Unstimmigkeiten in den Verein und in die Chorprobe getragen werden, so der Vorsitzende.

„Der Verein leidet hier schon“, meinte Weigand und appellierte eindringlich an die Betroffenen, private Probleme im Verein nach hinten zu stellen und der Gemeinschaft wieder die Unterstützung zu geben, die sie dringend braucht. Gleiches gelte für die freitäglichen Chorproben: Mit mehr als 40 Teilnehmern gehe es da oft unruhig zu – auch weil mancher seine persönlichen Probleme mitbringt und auf die Kollegen abwälzt.

„Wir sollten uns wieder daran erinnern, welch Glück wir haben, hier sein zu dürfen“, so der Vorsitzende. Aber er hatte auch ein paar gute Nachrichten im Gepäck: Im vergangenen Jahr war die Zahl der Mitglieder ein wenig gestiegen, sodass nun kapp 480 Personen zum Männergesangverein gehören, davon sind rund 50 aktive Sänger und 38 Kids im Kinderchor.

Chorleiter Winfried Worschech verglich die Chorarbeit mit dem Bau eines Hauses: „Beim Bauen gibt es viele fleißige Hände, die Erhaltung und Instandhaltung ist dann schon schwieriger.“ Dazu brauche es Einsatzfreude, Teamgeist und manchmal ein wenig Selbstüberwindung. Und vor allem Freude am Singen. Worschech lobte die gute Beteiligung bei den Singstunden und vor allem die Bereitschaft seiner Sänger, auch Neues und Ungewöhnliches zu erlernen.

Auch die Leiterin des Kinderchores, Petra Sterk, kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ihre Nesthäkchen sind mit großem Eifer dabei und bewältigen jede Menge Auftritte in und um Großlangheim. Neben dem gemeinsamen Singen steht inzwischen auch immer wieder Stimmbildung auf dem Stundenplan. „Prima, Petra!“, lobte der Vorsitzende das Engagement.

„Denk ich an den Gesangverein in der Nacht, bin ich um den Schlaf nicht gebracht“, dichtete Bürgermeister Karl Höchner und lobte den Einsatz der Sänger in den höchsten Tönen. „Wir wollen weiterhin eure musikalischen Genüsse erleben“, meinte er. Auch Kurt Lamparter, der Vorsitzende der Sängergruppe Kitzingen, der seit einigen Jahren in Großlangheim singt, zeigte sich begeistert von der Chor- und Vereinsarbeit: „Ich bin stolz, hier mitsingen zu dürfen“, sagte er und forderte seine Sangesbrüder auf, mit Freude und Elan in die Singstunde zu kommen. Dass sie beides haben, stellten sie dann auch gleich beim abschließenden Lied unter Beweis.

Für ihr Engagement im Verein wurden folgende Mitglieder geehrt: Für zehn Jahre als aktiver Sänger Hermann Helmer, für vierzig Jahre aktives Singen Kurt Lamaparter. Seit 25 Jahren sind Klaus Gramlich, Theresia Pfannes, Karin Rickel, Ferdinand Scheller und Dietmar Sterk im Verein. 40-jähriges Jubiläum feiern Wolfgang Dürr, Horst Gramlich, Felix Hümmer und Winfried Saum. Ein halbes Jahrhundert sind Hans Högner und Theo Schwitalla dabei und stolze 65 Jahre können Alois Hümmer und Georg Rau vorweisen, wobei letzterer auch noch aktiver Sänger ist.

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