Kitzingen

Mit fremden Federn geschmückt?

Robert Finster (SPD) reagiert auf einen Bericht von CSU-Mandatsträger am AKG in Kitzingen, der am 11. Juni online erschienen ist.
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Zu dem Artikel „CSU-Mandatsträger besuchten Schülerlabor am AKG“ vom 11. Juni erreichte uns folgende Stellungnahme von Robert Finster. Finster ist Fraktionschef der SPD im Kreistag und stellvertretender Landrat.

Beim Bericht über den Besuch des Schülerlabors am Armin-Knab-Gymnasium (AKG) schmückten sich die CSU Mandatsträger offensichtlich mit fremden Federn, so Finster. Tatsache sei, das Schülerlabor wurde bereits in den beiden letzten Jahren am AKG entwickelt. Wobei vor allem Martin Schwab als Lehrer, die damalige Schulleiterin Margit Hofmann, der Freundeskreis des AKG mit viel Überzeugungsarbeit und etliche Firmen als Sponsoren, dieses von der EU geförderte Schulprojekt auf den guten Weg gebracht haben. „Die bayerische Staatsregierung war hier eher leider unterpräsentiert“, so Finster. Die verkündet ständig, finanzielle Mittel für die dringend notwendige Digitalisierung der Schulen zur Verfügung stellen zu wollen und dafür Programme zu entwickeln. Aber während z.B. der Landkreis Kitzingen für die Digitalisierung seiner Schulen rund 250 000 Euro im Haushalt verbindlich eingestellt habe, sei die Staatsregierung seit einem Jahr offenbar nicht in der Lage, ein vernünftiges Förderprogramm zu erarbeiten, um die Digitalisierung an den bayerischen Schulen einzuleiten bzw. die dazu notwendige technische und personelle Ausstattung an den Schulen zu ermöglichen.

Wo bleiben die angekündigten drei Milliarden Euro, die in die Digitalisierung der Schulen investiert werden sollen, fragt Finster. Offenbar ein Rohrkrepierer. Schüler, Eltern, Lehrer und Kommunen würden so im Stich gelassen. Es sei offensichtlich, Markus Söder und seine CSU könnten nur Wahlkampfpopulismus und hoffen, dass die Wählerinnen und Wähler darauf hereinfallen.

„Söder kündigt an, dass er die Dorfwirtschaften unterstützen will. Guter Plan, der bei vielen auch ankommen dürfte. Auch bei mir. Aber leider gibt es außer dieser wieder mal populistischen, dem Wahltermin im September geschuldeten unausgegorenen Ankündigung, keine Vorschläge, wie das Ganze umgesetzt werden kann“, so Finster am Ende.

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