Mit Schwung und guter Unterhaltung haben die Lauber Narren in ihrer ersten Prunksitzung ihre fünfte Jahreszeit eröffnet. Weit über 100 Akteure unterhielten das närrische Publikum mehr als vier Stunden lang. Als Gastvereine standen die Seinsheimer Galgenvögel und die Auber Narrhutia Pate.

Sitzungspräsident Christoph Weigelt und sein Elferrat stürmten die Lauber Narrhalla, tauschten mit den Gästen Orden und Grußworte – und schon ging es los mit den Minis der SpVgg Laub, die Geschehnisse eines Tages vom Aufstehen bis ins Bett gehen tänzerisch vortrugen. Diese Gruppe bildet seit Jahren das Grundgerüst für die verschiedenen Garden der Narrengilde. Viel Personal besitzen auch die Kindergarden, die aus diesem Grund in zwei Gruppen (Polka und Marsch) aufgeteilt wurden. Die Jugendgarde präsentierte einen traditionellen Marschtanz und den Schautanz Dorf- und Stadtkind.

Zweimal stand auch die Prinzengarde auf der Bühne. Der Schautanz begeisterte mit dem Motto „Einmal um die ganze Welt“ die närrische Meute im Saal. Tolle Akrobatik und Tanzkombinationen zeigt alle Jahre Ellen Göllner als Solotänzerin. Das Männerballett bildete den Schluss der Veranstaltung und legte einen Tanz aus dem Lauber Altenheim auf die Bretter. Die beiden Gastvereine traten ebenfalls mit Tänzen auf.

Büttenredner muss sich die Narrengilde seit Jahren von benachbarten und befreundeten Gesellschaften ausleihen. Nicole Starkmann von der Höpper Elf aus Albertshofen ließ wissen, wie ihr Ehegatte in der Küche zurechtkommt. Oft standen ihr die Haare dabei zu Berge.

Herbert Blattner vom KV Obervolkach brach eine Lanze für alle Feuerwehrleute. Mit Einsätzen, gelungen oder nicht, entlockte er dem Publikum immer wieder Lachsalven. Frank Schiffmaier und Maik Vollkammer von den Seinsheimer Galgenvögeln witzelten vom Bänkla ins gut aufgelegte Narrenvolk.

Als Vierzehnheiligenwallfahrer feuerten Matthias Schmelzer und Thomas Klug ein wahres Feuerwerk an Sprüchen und Pointen ab und Thomas Kleedörfer aus Rimbach hatte Sprüche und Begebenheiten auf Lager, die den Zuhörern Tränen vor Lachen ins Auge trieben. Caroline Gambichler und Carina Lohmann vom CC Kirchschönbach traten als Steigerwaldknörz auf und schmetterten „aa Liedla nach dem annern“ ins Volk. Wiederum tiefsinnig, mit viel hintersinnigem Humor, verkuppelte Rolf Herzel alias Hautmann Küppers zwei junge Menschen und sang dazu verschmitzt „Ihr Kinderlein kommet“. Mit einem Lied, einer Hommage an die fränkische Fastnacht, traf er genau den Geschmack des Publikums.

Am Samstag, 7. Februar, steigt im Sportheim der SpVgg Laub die zweite Prunksitzung der Narrengilde Grün-Weiß.