Sickershausen

Mit dem Geopard-Panzer das Rathaus gestürmt

Alles Wehren half Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller und Sickershausens Ortssprecherin Anni Schlötter an Freitagabend nichts: Sie mussten sich beim Rathaussturm zum Kirchweihauftakt ergeben und die weiße Fahne hissen.
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Die Standup-Paddler ließen sich vom Regen nicht die Laune vermiesen. Foto: Fotos: Hartmut Hess
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Alles Wehren half Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller und Sickershausens Ortssprecherin Anni Schlötter an Freitagabend nichts: Sie mussten sich beim Rathaussturm zum Kirchweihauftakt ergeben und die weiße Fahne hissen. Die Geometer waren mit einem Lkw und ihrem Geopard- Panzer angerückt, um unter den Augen vieler Schaulustiger zum Auftakt der Schniethapples-Kerm  das Rathaus zu erobern. Verabschiedet wurde bei dieser Gelegenheit Geometer Eric Lutz, sein Nachfolger Sven Steinberger wurde vereidigt.

Trotz Regenwetters hatte sich der Umzug unter dem Beifall vieler Zuschauer durch den Ort geschlängelt, die allgemeine Feststimmung blieb, der Nässe zum Trotz, ungetrübt.  Oberbürgermeister Siegfried Müller, Anni Schlötter und Landrätin Tamara Bischof waren mit Schirmen ausgestattet und ließen sich in der Pferdekutsche chauffieren. "Das ist wie ein frischer Look bei einer Tönung, die neue Weinprinzessin-Krönung" titelten die Sickerhäuser. Eine andere Gruppe nahm den Gesangverein auf die Schippe: "Wohin mit unnerm Klavier – im ganzen Dorf tut des genier". Denn das Klavier zog aus der Wirtschaft aus, danach stand es in der Sickerhalle und aktuell im Rathaus und keiner wisse, wohin mit dem historischen Instrument.

Kirchweihprediger Thomas Beer verriet nach dem Umzug, dass die Sickershäuser seit zwei Jahren ihren eignen Brückenschoppen über dem Sickerbach hätten. Beer schilderte zudem eine rasante Paddelbootsfahrt auf der Tauber. Dass das Maibaumaufstellen fast ausgefallen wäre, thematisierte der Prediger in einer weiteren Episode. Denn der Baum sei gefällt und auf einen Lkw gepackt worden, doch war eine Bahnunterführung zu niedrig und die Baumkrone deshalb fast zerstört.

Die Sickershäuser Theatergruppe hatte während des Umzugs auf ihr 40-jähriges Bestehen hingewiesen und präsentierte stolz, den von der Stadt Kitzingen im vergangenen Jahr verliehenen Kulturpreis. Bald werde die Theatergruppe wieder fleißig üben, hieß es, weil ihre Mitglieder vom 16. November bis zum 1. Dezember, an sechs Abenden, den Dreiakter "Jo oller desto doller"präsentieren werden. Der Kartenvorverkauf startet ab 28. Oktober.   

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