HÖRBLACH

Mit alter Fahne und nagelneuen Hemden

Festgottesdienst, Volleyballturnier und der Festumzug durch den Ort sind die Höhepunkte beim Jubiläum des Hörblacher Burschenvereins, das am Samstag 14. und am Sonntag 15. Juni gemeinsam mit der „Hörblier Kerm“ gefeiert wird. Viele Höhen und Tiefen hat die Gemeinschaft in den letzten Jahrzehnten erlebt. Immer wieder waren ihre Aktivitäten eingeschlafen und der Verein stand mehrfach vor dem Aus.
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Stolz auf die alte Fahne: Eine der ältesten im Original erhaltenen Vereinsfahnen Bayerns hat der Hörblacher Burschenverein in seinem Besitz. Am Wochenende feiern die jungen Männer aus dem Schwarzacher Ortsteil ihren 100. Geburtstag in neuem Outfit. Foto: Foto: Peter Pfannes

Festgottesdienst, Volleyballturnier und der Festumzug durch den Ort sind die Höhepunkte beim Jubiläum des Hörblacher Burschenvereins, das am Samstag 14. und am Sonntag 15. Juni gemeinsam mit der „Hörblier Kerm“ gefeiert wird. Viele Höhen und Tiefen hat die Gemeinschaft in den letzten Jahrzehnten erlebt. Immer wieder waren ihre Aktivitäten eingeschlafen und der Verein stand mehrfach vor dem Aus.

Vor fünf Jahren zeigte Hörblachs Burschenschaft wieder verstärktes Interesse an gemeinsamen Aktivitäten. Die jungen Männer gaben fortan mächtig Gas. Mittlerweile gehören 23 Hörblacher dem Burschenverein an. Der Zusammenhalt unter den jungen Leuten ist wieder stark angewachsen

Erst in der jüngsten Jahreshauptversammlung, bei der Manuel Müller und Andreas Schneider zu Vorsitzenden gewählt wurden, setzten sie sich ein klares Ziel für das Jubiläum: „Die Geburtstagsfeier stemmen wir gemeinsam.“ Unterstützt von Kassier Thomas Grimmer, Schriftführer Philipp Hegler und Vergnügungswart Ferdinand Wille sowie den zahlreichen Helfern aus den eigenen Reihen stellte das Vorstandsteam ein zweitägiges Programm auf die Beine.

Besonders stolz sind sie auf ihre alte Fahne von 1914, die im Original erhalten ist. Aus dem alten Protokollbuch, das noch in altdeutscher Schrift geschrieben ist, geht hervor, dass 20 Hörblacher am 1. März 1914 den Burschenverein gründeten. Von 1929 an ließen die Protokollführer die Feder ruhen. 51 Jahre gab es keinen Eintrag mehr. 1980 erlebte das Protokollbuch eine Neugeburt. Der erste Eintrag lautete: „Das dritte Reich verbot jegliche Tätigkeit von politischen Parteien, religiösen Vereinen – auch privater Natur. Wo Vermögen war, wurde dies beschlagnahmt und eingezogen. Dem sollte auch die Hörblacher Burschenvereinsfahne zum Opfer fallen. Dem Zufall und beherzten Verschwindenlassen durch Lorenz Gaßner haben wir es zu verdanken, dass die Fahne uns erhalten geblieben ist.“

Am 17. April 1984 erhob sich der Burschenverein wieder aus der Versenkung. Zehn Mitglieder trafen sich im Gasthaus Hubert und verabschiedeten die heute noch geltende Satzung. 1987 wurde die alte Fahne restauriert. Ab 2002 ruhten die Aktivitäten wieder. Sieben Jahre später wurde der Verein auf Initiative von Max Hegler wiederbelebt.

Osterfeuer, Maibaum und Sonnwendfeuer stehen seitdem auf dem Veranstaltungskalender der Vereinigung. Gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft organisiert man die Kirchweih. Der Burschenverein initiierte ein Volleyballturnier, das am Festwochenende bereits zum fünften Mal auf dem Beachvolleyballplatz in Hörblach ausgerichtet wird.

Ein Geburtstagsgeschenk haben die jungen Männer bereits erhalten: Schwarze Hemden sponserten der einheimische Gasthof Schwarzes Roß und Babich-Transporte.

Das Festprogramm

Samstag, 14. Juni:

9 Uhr Festgottesdienst, 11 Uhr Volleyballturnier, 11.30 Uhr Mittagessen, 15 Uhr Kaffee und Kuchen, am Abend Festbetrieb mit Musik.

Sonntag 15. Juni: 10.30 Uhr Frühschoppen, 11.30 Uhr Mittagessen, 13.30 Uhr Festzug durch den Ort, anschließend Festausklang.

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