MÖNCHSONDHEIM

Mit Lob und Preis ins schöne Paradeis

Einen Kontrast zu kommerzielle Weihnachtsmärkten bilden kulturelle Veranstaltungen wie die Fränkische Weihnacht in der Dorfkirche Mönchsondheim.
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Ein seltenes Instrument spielte Fritz Eckardt mit der Fränkischen Sackpfeife. Foto: Foto: Hartmut Hess

Einen Kontrast zu der kommerziellen Seite von Weihnachtsmärkten bilden kulturelle Veranstaltungen wie die Fränkische Weihnacht, die das Team der Kirchenburgmuseums Mönchsondheim und der evangelischen Kirchengemeinde seit Jahren in der Dorfkirche organisieren.

Nach dem Vorspiellied des Posaunenchors mit seiner Leiterin Katharina Kohr begrüßte der Markt Einersheimer Dekan Ivo Huber die Zuhörer in der voll besetzten Dorfkirche und lud das Publikum ein, sich vom Halleluja der Sänger und Musikanten einfangen zu lassen. Der Posaunenchor wartete mit traditionellen Stücken wie „Vom Himmel hoch da komm ich her“ auf und von der Empore herunter versprühten die Musiker den vorweihnachtlichen Glanz, der sich auch im Lied „Willkommen Herre Christ“ ausdrückte.

Bad Windsheimer Sänger und Spielleut

Im Chorraum übernahmen die Bad Windsheimer Sänger und Spielleut mit ihrem Leiter Gerhard Zelzer den Hauptpart des 80 Minuten währenden Konzerts. Die Bad Windsheimer entpuppten sich als Dreiklang. Denn Fritz Eckardt agierte in seiner Rolle als Sprecher als Solist. Und zusammen mit seinen Kollegen sangen die Mittelfranken a-capella oder spielten Musik mit historischen und seltenen Instrumenten.

Fritz Eckardt machte deutlich, „dass es gibt besseres auf der Welt als die Jagd nach Geld“ und erzählte in Episoden die Weihnachtsgeschichte mit der Reise von Maria und Josef nach Bethlehem, wo sie keine Unterkunft fanden und dann in einer Krippe das frisch geborene Jesuskind betteten.

Besondere Instrumente

Die Bad Windsheimer Spielleut sind ein besonderes Ensemble, was nicht nur ihre Liederauswahl, sondern noch vielmehr ihre verwendeten Instrumente offenbaren. Sind die Gitarre und das Akkordeon noch gängig, sieht es da schon anders aus mit einem Fagott und einem Kontrabass zur Trommel und absolut aus dem Rahmen fällt die Fränkische Sackpfeife. Fritz Eckardt spielte dieses seltene Instrument, dessen Klang sich schon sehr nach dem eines schottischen Dudelsacks anhört.

In gleicher Formation beschritten die Mittelfranken musikalisch einen ganz anderen Weg, als sie bei manchen Liedern kollektiv auf Flöten umstiegen. Die Bad Windsheimer und der einheimische Posaunenchor begrüßten das Jesuskind musikalisch und begleiteten es auf dem Weg vom kleinen Knaben zum großen Gott. Mit den Kirchenbesuchern zusammen sangen und spielten die Mitwirkenden die „Tür zum schönen Paradeis“, mit „Gottes Lob, Ehr und Preis“. Das Publikum gab sich begeistert und sparte am Ende nicht mit Applaus für die Darbietungen.

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