BREITBACH/EBRACH

Mit Drahtesel sicher über den Radstein

Schon zwei Wochen nach Baubeginn ist der Unterbau für den neuen Radweg von Breitbach nach Ebrach deutlich zu sehen. Im Frühsommer 2013 soll alles fertig sein. Dann ist die letzte Lücke auf der Radwegverbindung von Bamberg über Ebrach und Gerolzhofen weiter nach Volkach geschlossen.
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Lückenschluss: Wenn der Radweg von Breitbach nach Ebrach fertig ist, können Radler von Bamberg bis Gerolzhofen durchgehend auf separaten Wegen fahren. Den Fortgang der Bauarbeiten begutachten von links Oberschwarzachs Bürgermeister Josef Radler, VG-Vorsitzende Irmgard Krammer, Landtagsabgeordneter Günther Felbinger, Andreas Eisgruber, Leiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Bamberg, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, die Landräte Harald Leitherer (Schweinfurt) und Günther Denzler (Bamberg) sowie Landtagsabgeordneter Heinrich Rudrof. Foto: Foto: Norbert Finster

Schon zwei Wochen nach Baubeginn ist der Unterbau für den neuen Radweg von Breitbach nach Ebrach deutlich zu sehen. Im Frühsommer 2013 soll alles fertig sein. Dann ist die letzte Lücke auf der Radwegverbindung von Bamberg über Ebrach und Gerolzhofen weiter nach Volkach geschlossen.

Bei einer Baustellenbesichtigung nannte Andreas Eisgruber, Leiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Bamberg, die wichtigsten Daten: Der grenzüberschreitende Radweg ist vier Kilometer lang, drei davon in Oberfranken, einer in Unterfranken.

Keine Problemgrenze

Die Grenze zwischen Ober- und Unterfranken sei allerdings keine Problemgrenze, freute sich Innenstaatssekretär Gerhard Eck über die gute Zusammenarbeit der Bezirke. Franken sei mit Radwegen gesegnet, Franken und der Steigerwald zählen laut Eck zu den beliebtesten Fahrradregionen Deutschlands.

Nicht nur touristisch, auch im Sinne der Sicherheit der Bürger habe der Weg Bedeutung. Denn auf der Bundesstraße 22, die den Radweg weitgehend begleitet, verkehren in diesem Abschnitt täglich rund 3000 Fahrzeuge, davon zehn Prozent Schwerlastverkehr. Auch die Bürger, so Eck, haben an diesem Projekt konstruktiv mitgearbeitet, was sich an erfolgreichen Grundstücksverhandlungen ablesen lasse.

Über den Radweg kann auch der Baumwipfelpfad erschlossen werden, der ebenfalls in der Nähe des Radsteins entstehen wird. Nicht nur dadurch solle der Weg der touristischen und damit auch der wirtschaftlichen Entwicklung im Steigerwald dienen, sagte Eck. Allerdings gehe es der Staatsregierung auch darum, das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad zu unterstützen.

Eine Million Euro

Der 2,5 Meter breite Radweg kostet rund eine Million Euro, die die Bundesrepublik Deutschland trägt. Seine Trasse beginnt in Breitbach, wo er von der Straße nach Schönaich in Richtung Osten abzweigt. Dann läuft er bis zum Radstein parallel zur B 22. Die Serpentinen der Bundesstraße vor dem Scheitel kürzt der Weg durch eine direkte Linie auf befestigten Feld- und Waldwegen ab. Auf der Gefällstrecke nach Ebrach begleitet der Weg dann wieder die Bundesstraße. Die Steigungen auf der Strecke werden nie mehr als sechs Prozent betragen, was so etwas wie einen Grenzwert im Radtourismus darstellt.

Ebrachs Bürgermeister Max-Dieter Schneider kündigte an, die Gemeinde werde ab dem Ortseingang für eine Rampe hinaus zum Bahnhof sorgen, wo es dann weiter auf dem ehemaligen Bahnkörper Richtung Bamberg geht.

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