Hand in Hand arbeiten derzeit Mitglieder des Kleintierzuchtvereins Kitzingen und drei junge Asylbewerber aus dem Kosovo. Gemeinsam sind sie in der Kleintierzuchtanlage in Kitzingen dabei, einen Lagerschuppen und eine Hütte für den Getränkeausschank zu bauen.

Die Idee und die Initiative ging vom Vorsitzenden und Stadtrat Uwe Hartmann und den Mitgliedern des Arbeitskreises Asyl aus. Das berichte am Samstag die Integrationsbeauftragte des Kitzinger Stadtrates, Astrid Glos, bei einem Besuch auf dem Vereinsgelände.

Es sei eine spontane Idee aus dem Arbeitskreis gewesen, die Hartmann jetzt umgesetzt hat, so Glos. Das Ziel des Arbeitskreises sei es, eine Art Gesamtpaket für Asylbewerber, bestehend aus Arbeits- und Freizeitangeboten, zu schnüren. So seien gemeinsam Veranstaltungen, Ausflüge, aber auch Arbeitseinsätze wie dieser geplant.

Daneben wolle man helfen, in den Ortschaften, in denen die Asylbewerber untergebracht sind, kleine Missverständnisse zwischen den Bürgern und den Asylbewerbern auszuräumen, sagt Hartmann.

So sei es vorgekommen, dass die Mülltonnen wahllos mit Müll vollgetopft waren, was für Ärger sorgte. Die Lösung sei ein aufklärendes Gespräch mit den Asylbewerbern gewesen, die aus ihrer Heimat kein Trennsystem wie bei uns in Deutschland kennen, so Hartmann. Auch dass hier bei uns abends ab 22 Uhr für gewöhnlich Nachtruhe herrsche, müsse man eben einfach mal erklären, sagt er.

„Es ist besser die jungen Männer arbeiten, als dass sie den ganzen Tag in den Ortschaften, in denen sie untergebracht sind, herumhängen und sich langweilen“, ist Hartmann überzeugt.

Bis er beziehungsweise die jungen Männer die Genehmigung hatten, bei den Kleintierzüchtern mitzuarbeiten, waren eine Menge bürokratischer Hürden zu nehmen, berichtete er.

Genehmigung bis Ende Juni

Bis zum 30. Juni haben die Kosovaren jetzt die Genehmigung und sie bekommen vom Landratsamt sogar 1,05 Euro Taschengeld pro Stunde, so Hartmann weiter. Die drei jungen Männer hatten bei unserem Besuch sichtlich Spaß an ihrem Hilfs-Job und machten sich selbstständig mit Pinsel, Drahtbürste und Winkelschleifer ans Werk.