KITZINGEN

Millionen in Beton und Asphalt

Rollende Baumaschinen, Unmengen von Beton und Asphalt, Staub, Lärm und Verkehrsprobleme werden auch 2014 die Folge von Großprojekten im Landkreis Kitzingen sein. Eurobeträge in dreistelliger Millionenhöhe sind die Wegbegleiter. Mit Abstand größtes Vorhaben ist die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land.
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„Stadthalle Kitzingen“: Eine mögliche Variante könnte der Hangar in der Flugplatzkaserne Harvey Barracks sein. Foto: Computeranimation: Blumquadrat

Rollende Baumaschinen, Unmengen von Beton und Asphalt, Staub, Lärm und Verkehrsprobleme werden auch 2014 die Folge von Großprojekten im Landkreis Kitzingen sein. Eurobeträge in dreistelliger Millionenhöhe sind die Wegbegleiter. Mit Abstand größtes Vorhaben ist die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land.

Klinik Kitzinger Land

Die Rundum-Kur für das Krankenhaus ist tiefgreifend: Rund 76 Millionen Euro soll der Um- und Ausbau kosten, zehn Jahre dauern und im Juni 2014 beginnen. Wenn die Baumaschinen erstmals rollen, geht es noch nicht um die Sanierung der rund 30 Jahre alten Gebäude des 205-Betten-Hauses. Start ist ein Neubau im Osten des sechs Hektar großen Geländes, der während der Sanierungsphase als Ausweichquartier dient.

Autobahn A3 bei Geiselwind

Eine unendliche Geschichte mit vielen gebrochenen Versprechen der Politik ist der sechsspurige Ausbau der Autobahn A3 bei Geiselwind. Hier geht es den Menschen vor allem um den Lärmschutz, für den sie seit langem kämpfen. Ob die Arbeiten an den fünf Kilometern in diesem Jahr beginnen, ist unklar. Innenminister Joachim Herrmann stellte zwar den Baubeginn für 2014 in Aussicht, braucht dafür aber rund 40 Millionen Euro.

Autobahn A7 bei Marktbreit

Die mit einem zweistelligen Millionenbetrag erneuerte Betonfahrbahn der A7 zwischen Marktbreit und Gollhofen ist weitgehend fertig. Offene „Wunde“ im Neun-Kilometer-Band ist die Bräubachtalbrücke zwischen Marktbreit und Gnodstadt. Das rund 25 Jahre alte Bauwerk ist in Teilen abgerissen und soll bis Ende 2015 einem Neubau weichen. Die Kosten für Neubau und Abriss der 250 Meter langen Brücke liegen bei geschätzten 14 Millionen Euro.

Umgehung Volkach-Gaibach

Einen Baubeginn der Umgehung von Volkach, Gaibach und Kolitzheim wird es 2014 sicher nicht geben. Allerdings könnten die Voraussetzungen geschaffen werden. Das Lärm- und Verkehrsgutachten ist auf dem Weg und könnte bis Mitte 2014 vorliegen. Wenn dann die Frage des Lärmschutzes für den Volkacher Osten positiv beantwortet wäre, müsste der Stadtrat nur noch über die Trasse für das 16,5 Millionen Euro (gut 21 Millionen mit Kolitzheim) teure Vorhaben entscheiden.

Umgehung Wiesentheid

Mehr Tempo hat die geplante Umgehung für Wiesentheid: Der Entlastungsring kostet rund 15 Millionen Euro, der Freistaat beteiligt sich bei der Sonderbaulast (Gemeinde ist Bauherr, Freistaat fördert) – laut Zusage – mit bis zu 80 Prozent und der Start für das erste Teilstück soll im Frühjahr 2014 erfolgen. Das wäre die Querspange zur Erschließung des Gewerbegebiets „Mähling“.

Dienstleistungszentrum Iphofen

Längst im Bau ist das Dienstleistungszentrum. Der rund 13 Millionen Euro teure Um- und Ausbau der Alten Schule soll – wenn alles klappt – bis Ende 2014 fertig sein. Da es in der bisherigen Bauphase schon zu Pannen und Verzögerungen kam, ist der geplante Abschluss von Iphofens größter Baustelle nicht eben sicher.

Ex-US-Immobilien in Kitzingen

Mit dem Verkauf der Harvey Barracks an die Iphöfer Blumquadrat GmbH ist der größte Brocken (200 Hektar) der einstigen US-Areale (gut 400 Hektar) in privater Hand. Allerdings verzögert sich das Bebauungsplanverfahren, das die Vermarktung des Technologieparks „conneKT“ voranbringen soll. Ebenfalls in der Warteschleife ist der Sonderlandeplatz, der zum Gelände gehört. Ein Fragezeichen steht auch über der Wohnsiedlung Marshall Heights, die im Bieterverfahren steckt. Ob ein Investor das 32 Hektar große Gelände mit 736 Wohnungen erwirbt, wird sich Ende Februar erweisen. Mitinvestor könnte die Stadt sein, wenn sie das sechs Hektar große Gelände um die einstige US-Schule kauft.

Stadthalle/Deusterhalle Kitzingen

Um einige Millionen Euro wird die Stadtkasse leichter, wenn die marode Deuster-Schulturnhalle entweder saniert oder eine neue Zweifeldhalle gebaut wird. Noch im Gespräch ist die rund sieben Millionen Euro teure Lösung einer Mehrzweckhalle im Deusterpark, bei der Turn- und Veranstaltungshalle kombiniert würden. Wahrscheinlicher ist die Trennung beider Vorhaben. Eine Stadthalle könnte entweder im Innopark (städtische Anschubfinanzierung: rund zwei Millionen Euro, 8500 Euro pro Monat als Mieter) entstehen oder im Hangar in den einstigen Harvey Barracks. Hier ginge es nach bisherigen Planungen nur um Mietkosten. Wie hoch die wären, steht noch nicht fest.

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