Würzburg
Prozess in Würzburg

Mordversuch im Schlosspark Wiesentheid: Das fordert der Staatsanwalt

Mordversuch aus Eifersucht: Ein 20-Jähriger soll versucht haben, seine Ex-Freundin zu erstechen. Der Staatsanwalt fordert 14 Jahre Haft.
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Polizisten der Bereitschaftspolizei suchen am 05.01.2016 im Schlosspark in Wiesentheid (Bayern) nach Spuren. Im dem Schlosspark hat ein Spaziergänger beim Gassigehen mit seinem Hund am Morgen eine schwer verletzte 22-Jährige gefunden. Im «Wiesentheid-Prozess» um den versuchten Mord an einer jungen Frau werden am 19.01.2017 die Plädoyers erwartet. Foto: Herse/dpa Foto: NEWS5 / Herse/dpa
Polizisten der Bereitschaftspolizei suchen am 05.01.2016 im Schlosspark in Wiesentheid (Bayern) nach Spuren. Im dem Schlosspark hat ein Spaziergänger beim Gassigehen mit seinem Hund am Morgen eine schwer verletzte 22-Jährige gefunden. Im «Wiesentheid-Prozess» um den versuchten Mord an einer jungen Frau werden am 19.01.2017 die Plädoyers erwartet. Foto: Herse/dpa Foto: NEWS5 / Herse/dpa
Die Verteidiger der beiden Angeklagten im Prozess um den mutmaßlichen Mordversuch an einer jungen Frau in Unterfranken haben deutlich geringere Haftstrafen beantragt als die Staatsanwaltschaft. Bei der Bluttat im Schlosspark von Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) habe es sich um einen Totschlagsversuch gehandelt, nicht um einen Mordversuch, argumentierten sie.
Für den 20-jährigen Ex-Freund der Frau, der sie als Haupttäter niedergestochen haben soll, forderten seine beiden Verteidiger am Donnerstag am Landgericht Würzburg sechseinhalb Jahre Haft. Sein 19-jähriger Komplize habe zu der Tat Beihilfe geleistet, indem er sie per Whatsapp in den Park gelockt habe, sagte einer seiner Anwälte. Dafür solle er für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte ihn zuvor nicht nur als Helfer, sondern als Mittäter gesehen.
Der Ankläger hatte wegen versuchten Mordes 14 Jahre Haft für den 20-Jährigen und 9 Jahre für den 19-Jährigen gefordert. Staatsanwalt und Verteidiger waren sich einig darin, dass die Strafen nicht dadurch gemildert werden könnten, dass die Tat nur ein Versuch war - dass die heute 23-Jährige überlebt habe, sei Glückssache gewesen.

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