ASTHEIM

Meisterlich an der Bass-Tuba

Aller guten Dinge sind drei: beim Regionalentscheid von Jugend musiziert hat sich der 14-jährige Kilian Scheuring aus Astheim, Achtklässler am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach (EGM), nun schon das dritte Mal in Folge in die Reihe der Preisträger eingereiht.
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Preisträger: Kilian Scheuring aus Astheim hat mit seiner Musik-Partnerin Lena Wiesner aus Marktheidenfeld beim Wettbewerb Jugend musiziert schon zum zweiten Mal einen einen Preis bekommen. Foto: Foto: Raymond Roth

Aller guten Dinge sind drei: beim Regionalentscheid von Jugend musiziert hat sich der 14-jährige Kilian Scheuring aus Astheim, Achtklässler am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach (EGM), nun schon das dritte Mal in Folge in die Reihe der Preisträger eingereiht. Kilian Scheuring spielt Bass-Tuba, und war 2011 noch als Mitglied eines Bläserquintetts erfolgreich. Zusammen mit Lena Wiesner, Neuntklässlerin am Balthasar-Neumann-Gymnasium (BNG) Marktheidenfeld, hat er nun seinen Erfolg von 2012 in der Kategorie „Klavier und ein Blechblasinstrument“ beim 50. Wettbewerb von Jugend musiziert in Würzburg wiederholt.

Die Stücke für den Wettbewerb werden von den Interpreten selbst ausgewählt. Die Stücke dürfen keine neu arrangierten Werke sein, sondern sollen „original“ sein, Länge zwischen 10 und 20 Minuten, ausgewählt aus einem großen „Pool“ mit überdurchschnittlichem musikalischen Anspruch und Schwierigkeitsgrad. Sie werden dann an der Hochschule für Musik in Würzburg in einem Prüfungsraum vor einer sehr kritischen und anspruchsvollen Jury gespielt. Nur ganz wenige Begleitpersonen, meistens die Eltern oder Freunde dürfen hier, respektvoll in Distanz auf den Zuschauerstühlen sitzend, dabei sein.

Öffentliche Premiere hatten die beiden Stücke im Januar beim Konzert „Eine kleine Abendmusik“ am Gymnasium in Marktheidenfeld. Außerordentlich schwierig ist das „Concerto for Bass Tuba and Orchestra (1. Prelude/2. Romanza/3. Finale“ von Ralph Vaughan Williams, und auch die Tuba Suite (1. Prelude) von Gordon Jacob ist alles andere als gefällige Salon-Musik. Das Publikum bei dieser kleinen Abendmusik war überwältigt vom Vortrag des Duos.

Kilian Scheuring wird von seinem Vater Christian Scheuring, der selbst Musiker ist, unterrichtet; Lena Wiesner erhält Klavierunterricht von Rüdiger Linsner, im Hauptberuf Musiklehrer am BNG. Linsner sagt, dass die Klavierbegleitung bei dem Stück von Williams zum schwierigsten gehört, was hier von einem jungen Künstler gefordert werden kann.

Kilian Scheuring spielt seit fünf Jahren Bass-Tuba, zuvor hat er zwei Jahre Tenortuba gespielt. Er musiziert mit der Jungen Philharmonie Würzburg und dem Bezirks-Jugend-Sinfonieorchester Unterfranken und hat auch schon mehrere Konzerte mit dem Orchester des Mainfranken Theaters Würzburg gespielt, unter anderem mit dem Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“. Er wird in diesem Jahr am Mainfrankentheater als Solist das „Concerto für Basstuba und Orchester von Ralph Vaughan Williams“ auftreten. Und man freut sich auch in Münsterschwarzach, dass er dort seine musikalischen Fähigkeiten in der Big Band des Gymnasiums einbringt.

Kraft tanken

Nach der Wertung des Vortrags in Würzburg gab es für die beiden jungen Musiker wie üblich noch eine Aussprache mit der Jury, für die beiden nichts ganz Ungewohntes mehr. Dabei können auch Preisträger noch erfahren, wo sich etwa noch kleine Fehler versteckt haben mögen oder an welchen Stellen man die Stücke dann vielleicht noch ein kleines bisschen besser machen könnte.

Kilian Scheuring wird im Duo mit Lena Wiesner Ende März mit exakt denselben Stücken auch am Landesentscheid in Cham teilnehmen. Kraft und Energie „tankt“ er oft und gerne draußen, wenn er mit seinen Islandpferden Bjarki und Gaski durchs freie Gelände unterwegs ist, was er in seiner knappen Freizeit leidenschaftlich gerne tut. Und wenn in Cham alles gut gelingen würde, wäre es dann für das Duo beim Bundesfinale, das diesmal im Mai in Erlangen/Fürth/Nürnberg stattfindet, fast ein fränkisches Heimspiel.

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