ALBERTSHOFEN

Mehrheit für Vollausbau des Anglerstegs

Hatten die Albertshöfer Gemeinderäte schon in der September-Sitzung eifrig über den Ausbau des so genannten Anglerstegs debattiert, setzte sich die konträre Diskussion in der Ratssitzung am Dienstag fort. Am Ende der Debatte stellte eine 7:4-Ratsmehrheit die Weichen für den Vollausbau und die Rückstufung von einer Ortsstraße zu einem Feldweg, wie es Bürgermeister Horst Reuther vorgeschlagen hatte.
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Symbolfoto Angler

Hatten die Albertshöfer Gemeinderäte schon in der September-Sitzung eifrig über den Ausbau des so genannten Anglerstegs debattiert, setzte sich die konträre Diskussion in der Ratssitzung am Dienstag fort. Am Ende der Debatte stellte eine 7:4-Ratsmehrheit die Weichen für den Vollausbau und die Rückstufung von einer Ortsstraße zu einem Feldweg, wie es Bürgermeister Horst Reuther vorgeschlagen hatte.

Der Anglersteg ist zwar als Ortsstraße gewidmet, dient in Wirklichkeit aber nur als Radweg sowie Zufahrtsweg für Anlieger und Angler. Das Ingenieurbüro Brändlein hatte eine Kostenschätzung vorgelegt, die den Vollausbau auf 384 000 Euro taxierte. Für die Reparatur-Variante mit einem Teilstück als Komplettausbau und zwei weiteren Teilstücken mit nur einer überzogenen Tragschicht schätzte das Ingenieurbüro die Kosten auf 270 000 Euro. Bei dieser Variante wäre eine Gewährleistung aber ausgeschlossen, da die Straße dann weder fachgerecht noch frostsicher gemacht wäre.

Noch ein größerer Knackpunkt wären Fördermittel, die es vom Amt für Ländliche Entwicklung nur gibt, wenn der Weg als Wirtschafts- und Radweg mit einer Tragfähigkeit von zehn Tonnen Achslast ausgebaut wird. Dann könnte ein Zuschuss von 50 Prozent aus dem Lückenschlussprogramm fließen.

Kontraproduktive Förderung

Dagegen hätte sich eine Förderung der Reparatur-Variante über FAG-Mittel als kontraproduktiv erwiesen, wie sich bei einem Ortstermin mit Vertretern vom Landratsamt, Staatlichen Bauamt und Planer Rudy Laatsch herausstellte. Denn eine Förderung gibt es aus diesen Mitteln für Radwege nicht und wenn der Anglersteg eine Ortsstraße bleiben würde, dann müsste die Gemeinde einen 5,50 Meter breiten Komplettausbau vornehmen.

In der Diskussion hätte Barbara Hügelschäffer den Anglersteg am liebsten als reinen Radweg gesehen. Alfred Sattes, Frank Sattes und Lorenz Hofmann lehnten den Vollausbau ab. Das Quartett zweifelte an der Kostenschätzung für die Reparatur-Variante und wollte den Weg nur an schlechten Stellen überziehen, ohne den Untergrund anzugehen, um Geld zu sparen.

Dagegen sprachen sich die zweite Bürgermeisterin Katharina Riedel und Elmar Gimperlein eindeutig für den Vollausbau zum Wirtschafts- und Radweg sowie der verbundenen Rückstufung zu einem Feldweg aus. Denn der Vollausbau komme auf Grund des Zuschuss-Vorteils nicht teurer als die Reparaturlösung, bei beiden Varianten kommen auf die Gemeinde Kosten von 200 000 Euro zu.

Beim Anglersteg-Ausbau ist auch eine – bislang nicht vorhandene – Beleuchtung vorgesehen. Der Versorger N-ergie hatte dazu zwei Angebote mit Kofferleuchten und LED-Leuchten auf den Tisch gelegt. Die Räte entschieden sich einstimmig für die etwas teureren LED-Leuchten, sahen aber nicht die Notwendigkeit einer DIN-gemäßen Ausleuchtung, die für den Weg 23 Leuchtkörper bedeuten würde. Wichtig ist den Räten der Bereich Spielplatz/Festgelände, aber die tatsächliche Anzahl soll der Bauausschuss bei einem Ortstermin noch festlegen.

Weitere Themen:

• Die Gemeinde hatte von Georg Höhn heuer ein größeres Grundstück zwischen der Kirchgasse und Rehgasse erworben, das direkt im Ortskern liegt. Lorenz Hofmann stellte am Dienstag die Anfrage, prüfen zu lassen, ob dort eine Bebauung mit betreutem Wohnen für Senioren möglich ist.

• Die Räte erteilten ihre Zustimmung zum Bau von drei Garagen mit Carport von Katharina und Alexander Lotter. Die Gemeinde reicht den Bauplan zur Genehmigung ans Landratsamt weiter.

• Eine Terrassenüberdachung können Edith und Erich Uhl an ihrem Anwesen anbringen.

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