ALBERTSHOFEN

Mehr als nur Schubkarren fahren

„Heute ist mein Tag“ intonierte die Gärtnerband, und die dekorativ mit Gemüse und Blumen geschmückte Gartenlandhalle in Albertshofen (Lkr. Kitzingen) beeindruckte die Gäste aus Schulen, Ausbildungsbetrieben, Prüfungsausschüssen, Politik und Kirche. Nicht zu übersehen: Hier wurden die Gärtnerinnen und Gärtner des Prüfungsjahrgangs 2014 im Bezirk Unterfranken freigesprochen.
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Zeugnisse und Gratulationen: Die Besten bei den Abschlussprüfungen der Gärtnerinnen und Gärtner im Regierungsbezirk Unterfranken waren (von links) Andreas Munak (Zierpflanzenbau, Bad Kissingen), Johannes Holubar (Garten- und Landschaftsbau, Marktbreit), Viviane Reichwein (Werker im Zierpflanzenbau, Alzenau). Elmar Gimperlein (ganz links) und Dietmar Linder (hinten) gratulierten. Foto: Foto: Elli Stühler
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„Heute ist mein Tag“ intonierte die Gärtnerband, und die dekorativ mit Gemüse und Blumen geschmückte Gartenlandhalle in Albertshofen (Lkr. Kitzingen) beeindruckte die Gäste aus Schulen, Ausbildungsbetrieben, Prüfungsausschüssen, Politik und Kirche. Nicht zu übersehen: Hier wurden die Gärtnerinnen und Gärtner des Prüfungsjahrgangs 2014 im Bezirk Unterfranken freigesprochen.

In diesem Jahr haben 196 Auszubildende im Dienstgebiet des Gartenbaugebiets Bayern Nord an der Abschlussprüfung teilgenommen.

„Sie haben sich für einen Beruf entschieden, weil Sie mit etwas Lebendigem arbeiten möchten, weil Sie mit ihren Händen etwas schaffen, gestalten und nachhaltig für die Zukunft anlegen wollen“, begrüßte Albertshofens zweite Bürgermeisterin Katharina Riedel die jungen Gärtner. Dass ein Gärtner in allen Sparten seines Berufes mit „Leben gestalten“ zu tun hat, zeige sich in seiner ganzen Arbeit, so Riedel. Elmar Gimperlein, Bezirksvorsitzender des unterfränkischen Gärtnereiverbandes, unterstrich dies: Noch eindrucksvoller werde das belegt durch die Sparten Gemüse- und Obstbau. Die Gärtner benötigten ein hohes biologisches Fachwissen, um Nützlinge, Spritzmittel und Dünger so einzusetzen, dass Schädlinge und Krankheiten eine gute Ernte nicht verhindern.

Neue Sorten werden gezüchtet und altbewährte erhalten, damit man noch mehr Vielfalt, Geschmack und letztendlich Gesundheit auf dem Teller hat. Mit der Anzucht und Pflanzung von Gehölzen, Stauden und Zierpflanzen prägen die Gärtner die Umgebung, die Umwelt, das Zuhause und geben Charakter. Sie bringen Atmosphäre an Straßen, auf Plätzen, in Gärten und Parkanlagen und schaffen damit Ruhezonen und Orte der Besinnung. Sie praktizieren Umwelt- und Naturschutz und tragen damit zu einem schön gestalteten Lebensraum bei. „Gott sei Dank, dass man sich wieder darauf zurückbesinnt, dass an den Straßen wieder gewerkelt wird und Blumen und Bäume gepflanzt werden“, sagte Landrätin Tamara Bischof.

Die feierliche Freisprechung nahm Karl-Ludwig Rostock vom Bayerischen Erwerbsobstbau-Verband vor und die Vorsitzenden der gärtnerischen Verbände zeichneten die Gärtnerinnen und Gärtner für hervorragende Leistungen aus.

„Es war heute die letzte Gelegenheit, sich noch mal zu treffen“, stellte der Vertreter der Auszubildenden Johannes Holubar (Marktbreit) fest und erinnerte an eine wunderschöne Ausbildungszeit: An die Faszination zum kreativen Gestalten, die Begeisterung für die vielseitigen Maschinen und die Technik. „Es war nicht nur Schubkarren fahren und Brotzeit holen, sondern vielmehr die Arbeit in spezialisierten Betrieben, öffentlichen Arbeiten, Ausbildung und die Berufsschule als Begegnungsstätte. Viele Freundschaften wurden geschlossen, nicht nur mit Kollegen, sondern auch mit Arbeitgebern und Ausbildern, die Partner und Freunde waren.“

Aus dem Landkreis Kitzingen haben die Ausbildung als Gärtner abgeschlossen: Christian Benz, Kitzingen (Ausbildungsbetrieb: Stadtgartenamt, Würzburg), Brian Chadwell, Geiselwind (Joachim Groth, Kitzingen), Sara Ducksch, Schwarzach (Hans und Martin Hartmann, Schwarzach), Pascal Halbleib, Biebelried (Berufliches Fortbildungszentrum, Würzburg), Johannes Holubar, Marktbreit (Galabau Hagn, Frickenhausen), Andreas May, Kitzingen (Bernd Lang, Kitzingen), Frank Öchsner, Dettelbach (Ausbildungsbetrieb: extern), Patrick Schnörer, Prichsenstadt (Hans und Martin Hartmann, Schwarzach) und Stefan Then, Sommerach (Joachim Groth, Kitzingen). Ihre Abschlussprüfungen zum Werker (eine Ausbildung im gärtnerischen Bereich mit verminderten Anforderungen) legten erfolgreich ab: Niklas Müller Kitzingen (Ausbildungsbetrieb: Berufliches Fortbildungszentrum, Würzburg) und Stefan Vogt, Prichsenstadt (Berufliches Fortbildungszentrum, Würzburg).

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