KITZINGEN

Mehr Wertschätzung für Erzieher gefordert

Monika Maier, die Leiterin des Kindergartens „Haus für Kinder St. Elisabeth“ in Kitzingen rief und Politiker des Landtags Hans-Jürgen Fahn (Freie Wähler) und der Kommune Uwe Pfeiffle, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender (FW-FBW) Kitzingen kamen. Mit im Gepäck hatte Fahn zwei Fußbälle aus fairem Handel und zwei Fußbälle aus getrockneten Bananenschalen; sie werden in Uganda hergestellt und in Deutschland für zwei Euro verkauft. Mit dem Erlös wird die Schulbildung der Kinder finanziert.
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Uwe Pfeiffle, Monika Maier und Hans-Jürgen Fahn informierten sich im Kitzinger Kindergarten St. Elisabeth. Foto: Foto: Kindergarten

Monika Maier, die Leiterin des Kindergartens „Haus für Kinder St. Elisabeth“ in Kitzingen rief und Politiker des Landtags Hans-Jürgen Fahn (Freie Wähler) und der Kommune Uwe Pfeiffle, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender (FW-FBW) Kitzingen kamen. Mit im Gepäck hatte Fahn zwei Fußbälle aus fairem Handel und zwei Fußbälle aus getrockneten Bananenschalen; sie werden in Uganda hergestellt und in Deutschland für zwei Euro verkauft. Mit dem Erlös wird die Schulbildung der Kinder finanziert.

Monika Maier hielt nicht lange hinterm Berg und die beiden Politiker hörten sich aufmerksam die Nöte und Sorgen an, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein wesentlicher Punkt in der täglichen Arbeit sei die oftmals fehlende Wertschätzung in der Gesellschaft gegenüber dem Berufsbild des Erziehers. In den Köpfen von Eltern herrsche teilweise noch ein veraltetes Klischee, das der „Kindergärtnerinnen mit ausschließlichen Betreuungsaufgaben“. Eine wiederkehrende Herausforderung stellten auch sogenannte Helikoptereltern dar, die oft glauben, sie wären die besseren Erzieher, als die über fünf Jahre ausgebildeten Fachkräfte.

Monika Maier nannte einige Forderungen, die Hans-Jürgen Fahn im Landtag unterstützen will: Bessere Bezahlung; Herausnahme der Kindergartenleitung aus dem Anstellungsschlüssel, abhängig von der Kinderanzahl, mehr Wertschätzung der Arbeit der Erzieherinnen durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, Schaffung einer integrierten Erzieherreserve analog der integrierten Lehrerreserve, Abbau der vielen Dokumentationspflichten, die für die Erzieherinnen eine hohe zeitliche Belastung bedeuten sowie bei Kitas mit Integrationsaufgaben den Gewichtungsfaktor und die Personalausstattung verbessern.

Fahn schlug vor, im Landtag einen parlamentarischen Abend oder aber ein Fachgespräch durchzuführen, wo diese wichtigen Punkte besprochen werden. Uwe Pfeiffle ergänzte, dass die Kommune als Sachaufwandsträger direkter und schneller reagieren könne. Sie tue dies bereits zum Beispiel bei der Integration von zugezogenen Kindern, beim Sprachunterricht oder wenn es gelte, Fahrdienste und Busse zu organisieren.

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