KITZINGEN

Mehr Deponiefläche nötig: Die Folgen des Baubooms

Die Bauschuttgebühren im Landkreis Kitzingen bleiben bis 2021 stabil. Die Iphöfer Deponie wird erneut vergrößert.
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Die Bauschuttdeponie in Iphofen ist zuletzt bereits um 7500 Quadratmeter erweitert worden – jetzt wird bereits die nächste Vergrößerung geplant. Archivfoto: Lothar Riedel Foto: Lothar Riedel

Bei den beiden Bauschuttdeponien des Landkreises in Iphofen und Effeldorf bleiben die Gebühren vorerst konstant. Seit 2015 müssen 11,80 Euro pro angelieferter Tonne bezahlt werden – und dabei bleibt es zunächst auch erst einmal bis 2021. Danach jedoch, so deutete Philipp Kuhn, Abteilungsleiter der Abfallwirtschaft am Landratsamt, es bei der Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und ÖPNV-Ausschusses an, sei eine Erhöhung „sehr wahrscheinlich“.

Gleichzeitig wird derzeit eine erneute Erweiterung der Iphöfer Kreisbauschuttdeponie ins Auge gefasst. Erst im April dieses Jahres war die erweiterte Deponie in Betrieb genommen worden. Das reicht auch ein paar Jahre; für die Zeit ab 2020 muss jedoch wieder Platz geschaffen werden.

Platz bis 2025

Laut Verwaltung sollen 12 000 Quadratmeter Deponiefläche erschlossen werden, was einem Deponievolumen von 180 000 Kubikmeter entspricht. Die künftige Fläche verläuft parallel zur Kreisstraße KT 16. Reichen würde die neue Deponie dann vermutlich bis 2025.

Erst 2014 war auf der Kreisbauschuttdeponie Iphofen ein neuer Abschnitt mit 100 000 Kubikmetern Verfüllvolumen in Betrieb genommen worden. Knapp drei Jahre später musste für 310 000 Euro erneut Platz für rund 80 000 Kubikmeter an Bauschutt und Bodenaushub geschaffen werden. Grund für die permanente Erweiterung: der anhaltende Bauboom. 2015 wurden rund 28 000 Kubikmeter an unbelastetem Bauschutt und Bodenaushub angeliefert, ein Jahr später bereits 33 000 Kubikmeter, 2017 kamen rund 29 000 Kubikmeter zusammen.

Baubeginn im Spätsommer

Die Ausschreibung für die nächste Erweiterung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Mit dem Bau, der vermutlich drei Monate dauert, würde dann im nächsten Spätsommer begonnen. Das Ganze wird 1,8 Millionen Euro kosten; die Mittel werden im Vermögenshaushalt 2019 bereitgestellt.

Die Deponie in Iphofen soll laut einer Prognose bis mindestens 2048 hinaus in Betrieb bleiben. Eröffnet wurde sie 1996. Angeliefert werden können unbelasteter Bauschutt und Bodenaushub von Baumaßnahmen aus dem Landkreis Kitzingen.

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