MARKTSTEFT/MARKTBREIT

Marktsteft: Tankstelle ist am Start

Jetzt ist es amtlich: Die HEM-Tankstelle an der Staatsstraße gegenüber dem Marktstefter Gewerbegebiet Traugraben ist genehmigt. Baubeginn für den – lange umkämpften und nur wenige Kilometer entfernten – Aral-Konkurrenten in Marktbreit soll Anfang Juni sein, wie Andreas Gerlach, Investor und Verpächter der geplanten Zapfsäulenanlage auf Anfrage erklärte.
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Jetzt ist es amtlich: Die HEM-Tankstelle an der Staatsstraße gegenüber dem Marktstefter Gewerbegebiet Traugraben ist genehmigt. Baubeginn für den – lange umkämpften und nur wenige Kilometer entfernten – Aral-Konkurrenten in Marktbreit soll Anfang Juni sein, wie Andreas Gerlach, Investor und Verpächter der geplanten Zapfsäulenanlage auf Anfrage erklärte.

Die Eröffnung der neuen Tankstelle, zu der ein Shop und eine Waschanlage gehören, könnte schnell kommen. Gerlach rechnet mit rund vier Monaten Bauzeit und einer Eröffnung schon im Oktober auf dem derzeit noch grünen Dreieck neben der Ausfahrt von Marktsteft auf die Staatsstraße. Runde 1,5 Millionen Euro soll der Bau nach bisheriger Schätzung kosten.

Noch etwas in der Luft hängt allerdings die Zukunft der Aral-Tankstelle unweit der Segnitzer Mainbrücke in Marktbreit. Der Erhalt der Tankstelle, die wegen der geplanten Umgestaltung des Mainufers eigentlich von der Schließung bedroht war, ist durch ein gewonnenes Bürgerbegehren im Prinzip gesichert. Allerdings kollidieren die von den Aral-Planern vorgelegten Pläne nach Meinung der Stadt mit der Gestaltungssatzung.

Ein Knackpunkt für die von Aral und Tankstelleninhaber Michael Iglhaut gewünschte dauerhafte Genehmigung der Zapfanlage sind unter anderm die Werbeanlagen. Die Tankstelle soll sich möglichst unauffällig in die künftige Ufergestaltung einfügen. Bei dieser Änderung des Aral-„Gesichts“ gibt es aus Sicht von Bürgermeister Erich Hegwein noch offene Punkte. Um die auszuräumen, soll Städteplaner Dag Schröder mit den Aral-Planern eine „tragfähige Lösung“ erarbeiten. So lange liegt die dauerhafte Genehmigung auf Eis.

Falls sich da kein Kompromiss finde, müsse sich der Bauausschuss der strittigen Fragen annehmen, so Hegwein. Keine einfache Sache, wie der Bürgermeister deutlich macht: Einerseits müsse sich die Stadt an den beim Bürgentscheid deutlich gewordenen Willen der Marktbreiter halten, andererseits der Aral-Konzern seine Planungsvorstellungen für die Zapfanlage der Gestaltungssatzung anpassen.

Da schien bislang alles auf einen Konsens hinzulaufen. Hegwein hatte noch im Januar betont, dass die Einhaltung der Satzung nur noch Verhandlungssache sei: „Da wird es einen Konsens geben“. Und dass die Aral hier kooperativ sei und beispielsweise das dominierende Werbe-Blau aus den Plänen verbanne, hatte Tankstellen-Inhaber Iglhaut damals betont. Allerdings passten dazu wohl nicht die zuletzt im Stadtrat diskutierten Planänderungen, die Schröder jetzt begutachten soll.

Die Existenz der Marktbreiter Tankstelle stand Mitte vergangenen jahres auf der Kippe: Da beschloss das Marktbreiter Ratsgremium die Neugestaltung des Mainufers – ohne die Tankstelle. Dagegen liefen drei Angestellte der Aral-Zapfanlage Sturm, sammelten Unterschriften für ein Bürgerbegehren zum Erhalt der Aral und hatten Erfolg: Bei einem Bürgerentscheid setzt sich der Vorstoß der „drei Mädels von der Tankstelle“ klar mit 63,3 Prozent gegen ein Ratsbegehren durch.

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