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Marktbreit

Marktbreit nimmt 35 000 Euro für den Waldumbau in die Hand

Die Wälder leiden landauf und landab unter dem Klimawandel, der sich in unserer ohnehin regenarmen Region durch zu wenige Niederschläge und große Hitzeperioden ausdrückt. Die Stadt Marktbreit hat zwar nur eine relativ kleine Stadtwaldfläche von 30 Hektar, doch ist sich der Stadtrat seiner Verantwortung bewusst und nimmt nun ordentlich Geld für den Waldumbau in die Hand.
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Die Wälder leiden landauf und landab unter dem Klimawandel, der sich in unserer ohnehin regenarmen Region durch zu wenige Niederschläge und große Hitzeperioden ausdrückt. Die Stadt Marktbreit hat zwar nur eine relativ kleine Stadtwaldfläche von 30 Hektar, doch ist sich der Stadtrat seiner Verantwortung bewusst und nimmt nun ordentlich Geld für den Waldumbau in die Hand.

Der zuständige Förster Achim Volkamer berichtete dem Ratsgremium über das Schadensaufkommen im Stadtwald, der sich hauptsächlich auf Gnodstädter Gemarkung befindet. Achim Volkamer erläuterte die Funktionen des Waldes für das Klima, den Boden oder Wasser, neben der Funktion als Holzlieferant. Die Förster seien geschockt und überrascht davon, wie sehr der Wald leidet durch die zunehmenden Hitzeperioden und die ausgebliebenen Niederschläge.

Diesen Stresssituationen seien die Bäume nicht mehr gewachsen, würden in ihrer Widerstandskraft geschwächt und seien in der Folge leichte Beute für Schädlinge. Die Förster hätten bereits Verkehrssicherungsmaßnahmen an den Waldwegen durchgeführt. Viel wichtiger sei ein Waldumbau, denn die Kommunen seien nach dem Bayerischen Waldgesetz zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung verpflichtet.

Rund 5000 Euro pro Hektar

Achim Volkamer sah eine Fläche von sieben Hektar als vordringlich an. Abzüglich eines neuen Förderprogramms der Staatsregierung würden Aufforstungskosten von 5000 Euro pro Hektar auf die die Stadt zukommen. Summa summarum muss die Stadt damit 35 000 Euro für den Waldumbau in die Hand nehmen. Der Förster will nicht nur auf Neupflanzungen mit Sorten wie Espe, Kirche oder Roteiche setzen, sondern auch auf Naturverjüngung mit Baumsorten, die sich bislang wacker gehalten hätten.

Manfred Krauß stufte die Situation so dringlich ein, dass der Stadtrat den Forstleuten freie Hand geben sollte. Christiane Berneth pflichtete Manfred Krauß bei, denn die Stadt sei gesetzlich verpflichtet und außerdem bleibe gar keine Alternative. Bürgermeister Erich Hegwein sah die Sachlage ebenso und schlug vor, die Problematik unverzüglich anzugehen und in den drei kommenden Jahren im Haushalt 50 000 Euro für den Waldumbau vorzusehen, was das Gremium einstimmig beschloss.  

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