Mit einem Festgottesdienst und der feierlichen Weihe der Räume feierte die katholische Kirchengemeinde Marktbreit am Samstagabend das Ende der Sanierung des Pfarrhauses in der Bahnhofstraße. Rund 400 000 Euro wurden dabei investiert.

Es ist eines der herrschaftlichen Marktbreiter Häuser, liegt hoch oben zwischen den beiden Kirchen der Stadt und beeindruckt schon von Außen mit seiner breiten, schön gegliederten zweistöckigen Fensterfront: Das 1908 erbaute Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde Marktbreit. Nachdem es im März 2013 nach 33 Jahren zu einem Wechsel des Marktbreiter Pfarrers von Rainer Hörnig zu Adam Possmayer gekommen war, stand auch eine Generalsanierung des Pfarrhauses an.

Dank an die Helfer der Pfarrei

Im Festgottesdienst am Samstagabend erinnerte Gerhard Mark vom Bauausschuss an die Geschichte dieser Sanierung: Bei der Einführung als neuer Seelsorger der Marktbreiter, Marktstefter, Obernbreiter und Segnitzer Katholiken stand Adam Possmayer als „wohungssuchender Priester“ vor seiner neuen Gemeinde. Viele hatten sich zwar den sofortigen Zuzug Possmayers in seine Gemeinde gewünscht, doch stand erst noch die Sanierung des Pfarrhauses an.

Die bischöfliche Finanzkammer forderte von der Kirchengemeinde eine Eigenleistung in Höhe von rund 33 000 Euro, dabei waren unter anderem folgende Arbeiten von den freiwilligen Helfern zu erbringen: Teppiche und Fliesenböden und Wandfliesen entfernen und entsorgen, Tapeten an Decken und Wänden ablösen und Entsorgen, gleiches galt für die Sanitärobjekte. Der Geräteschuppen sollte abgebrochen, alle Fenster ausgebaut, entsorgt und beim Einbau der neuen Fenster geholfen werden, Kleinsträucher, Hecken, Buschwerk und Bäume gefällt und ebenso entsorgt werden.

Eine Reihe an Mitgliedern der Pfarrei nahmen diese Aufgaben an: Möbel vom Vormieter wurden vom Pfarrgemeinderat ausgeräumt und entsorgt, die Kolpingfamilie legte Hand an, die Ministranten lösten die Tapeten, die Pfadfinder, die Kirchenverwaltung und Mitglieder der Pfarrei opferten ihre Freizeit und standen zu etlichen Arbeitseinsätzen bereit. Unter anderem wurden bei einem Großeinsatz an einem Samstag rund zehn Kubikmeter Abfall, Schutt und Unrat von vielen fleißigen Helfern in einem Container verbracht und entsorgt. „Mit mir werden sich bestimmt alle Helfer, die über 1100 Stunden geleistet haben, freuen, dass Sie, Herr Pfarrer Possmayer, nun kein Wanderpfarrer zwischen Ochsenfurt und Marktbreit mehr sind, sondern in Marktbreit recht lange segensreich wirken und bei uns bleiben werden,“ sagte Gerhard Mark.

Im Erdgeschoss des Pfarrhauses finden sich nun ein Pfarrbüro, ein großer und ein kleiner Konferenzraum, ein Büro für die Gemeindereferentin, eine Teeküche, sowie ein Multifunktionsraum. Im Obergeschoss ist die Wohnung des Pfarrers mit Gästezimmer, im Keller das Gemeindearchiv.

Nach dem Gottesdienst segnete Pfarrer Possmayer die Räume des sanierten Pfarrhauses und die Mitglieder der Pfarrgemeinde konnten die neuen Räume besichtigen.