Dettelbach

Mal so, mal so: Befreiungen vom Bebauungsplan

"Wir haben keine Handhabe mehr, das abzulehnen", sagte Dettelbachs Bürgermeisterin Christine Konrad als es um eine Befreiung von Bebauungsplan "Am Schernauer" Weg in Bibergau ging.
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"Wir haben keine Handhabe mehr, das abzulehnen", sagte Dettelbachs Bürgermeisterin Christine Konrad am Donnerstagabend in der Sitzung des Bauausschusses als es um eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans "Am Schernauer" Weg in Bibergau ging. Entgegen der Vorgaben des Bebauungsplanes möchte der Bauwerber eine Doppelgarage mit einem Flachdach errichten. Da es im Gebiet bereits mehrere Präzedenzfälle für Flachdächer gibt, besteht, so Konrad, schon fast ein Rechtsanspruch auf die Befreiung, die vom Ausschuss denn auch einstimmig erteilt wurde.

Genau diesen "Präzedenzfall" gibt es in Euerfeld noch nicht. Dort möchte ein Interessent einen Bugalow mit einer Dachneigung von 22 Grad errichten - der Bebauungsplan sieht hier aber ein Gefälle zwischen 42 und 50 Grad vor. Zwar wurde auch hier schon eine Ausnahme für ein Flachdach erteilt, was aber wohl nicht für weitere Befreiungen ausreichend ist. Der Antrag wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Auch eine Ausnahme, aber rechtlich wohl ganz anders gelagert, ermöglichten die Räte im Baugebiet "Dettelbach-Ost, Am Gartenweinbergsweg/ Auf der Hohe". Hier möchte der Bauwerber an ein bestehendes Wohnhaus ein weiteres Zimmer mit flachem Pultdach anbauen. Zum einen überschreitet er damit das ganz eng ums Haus gelegten Baufenster und natürlich auch die vorgeschriebene Dachneigung. Da es sich dabei zum ein um ein untergeordnetes Gebäudeteil handelt und auch die Baugrenzen eingehalten werden, so dass Nachbarschaftsinteressen nicht beeinträchtigt werden, stimmten die Räte zu. Der eingeschossige Anbau schießt an den Bestand an, so dass auch die Abweichung von der Dachform genehmigt wurde.

Schon mehrfach wurde die Stadt von der örtlichen und überörtlichen Rechnungsprüfung ermahnt, die Mieten in den städtischen Wohnungen auf das ortsübliche Niveau anzuheben. Das erfolgt nun für die Wohnhäuser Leite 1 und Landgerichtsgasse 5. Dort steigt die Miete künftig von 3,34 Euro beziehungsweise 3,80 Euro auf vier Euro pro Quadratmeter. Die Erhöhung gilt allerdings erst bei Neuvermietungen der Wohnungen.



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