MARKTBREIT

Mainufer wird teurer

Eine gute halbe Million Euro an Projekten meldet die Stadt Marktbreit für das kommende Jahr bei der Regierung von Unterfranken als geplante Vorhaben zur Städtebauförderung an. Das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig.
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Symbolbild Geld
Foto: dpa

Eine gute halbe Million Euro an Projekten meldet die Stadt Marktbreit für das kommende Jahr bei der Regierung von Unterfranken als geplante Vorhaben zur Städtebauförderung an. Das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig.

Neben der Sanierung des historischen Mainkrans mit 136 000 Euro und dem Abbruch der ehemaligen DBV Tankstelle mit 160 000 Euro sind 100 000 Euro für die Weiterplanung der Neugestaltung des Mainufers vom Kranen bis zur Mainbrücke eingestellt. Die Ufergestaltung ist eine Maßnahme, die im Antrag noch mit insgesamt 1,25 Millionen Euro veranschlagt wird. Makulatur, wie sich in der weiteren Sitzung des Rats herausstellte.

Jetzt bei 1,85 Millionen Euro

Die Planung für die Neugestaltung des östlichen Mainuferbereichs und auch die Kostenschätzung dazu sind vor gut zehn Jahren aufgestellt worden. Nun liegt eine aktuelle und erst vor wenigen Tagen bei der Verwaltung eingegangene Kostenschätzung vor, wie Bürgermeister Herbert Biebelriether am Montagabend bekannt gab. Knapp 500 Positionen enthält diese Kostenermittlung und eine ganz neue Zahl: Anstelle der kalkulierten rund 1,25 Millionen Euro steigt die geplante Ufersanierung auf 1,85 Millionen Euro an. Das ist allerdings nur der aktuelle Stand. Denn laut Antrag an die Städtebauförderung soll die Sanierung erst im Jahr 2016 beginnen und in den folgenden beiden Jahren fortgesetzt werden.

Die Preisentwicklung bis 2018 ist offen. Noch konnten die Stadträte auf diese neuen Zahlen nicht reagieren. Sie wurden von Biebelriether nur mündlich vorgetragen, eine Kopie der Kostenermittlung geht erst noch an die Fraktionen.

Den grundsätzlichen Umgang mit Tischvorlagen für Räte und Presse bemängelte Sitzungsbesucher Richard Scharnagel. Oft werde in den Sitzungen auf eben diese Vorlagen verwiesen, wie etwa bei der Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung. Für die Zuschauer in den Sitzungen sei der Inhalt oft nicht nachvollziehbar.

Entweder, so Richard Scharnagel, müssten die oft umfangreichen Vorlagen verlesen oder auch den Zuhörern vorgelegt werden, damit auch diese den Stadtratssitzungen folgen könnten. Bürgermeister Herbert Biebelriether, der diesmal Erich Hegwein vertrat, sagte eine Lösung des Problems zu.

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