Mainstockheim

Mainstockheim: Anwohnerin beschwert sich über Wohnmobilisten

Der Wohnmobilstellplatz in Mainstockheim ist beliebt, gut besucht und schwemmt Geld in die Gemeindekasse. Doch er hat auch seine Schattenseite, wie eine Anliegerin der Zufahrtsstraße nun in einem Antrag an den Gemeinderat, der am Donnerstagabend behandelt wurde, berichtete.
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Vom Wohnmobilstellpatz in Mainstockheim läuft manchmal Abwasser über die Albertshöfer Straße. Darüber beschwerte sich nun eine Anwohnerin. Foto: Robert Haaß
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Der Wohnmobilstellplatz in Mainstockheim ist beliebt, gut besucht und schwemmt Geld in die Gemeindekasse. Doch er hat auch seine Schattenseite, wie eine Anliegerin der Zufahrtsstraße nun in einem Antrag an den Gemeinderat, der am Donnerstagabend behandelt wurde, berichtete.

In der Hauptsaison werde durch Wohnmobilfahrer die Albertshöfer Straße mehrfach täglich mit einer deutlichen Abwasserspur belegt. Den Grund hierfür hat die Anliegerin in mehreren Gesprächen mit den Wohnmobilisten erfahren: Sie schließen das Ventil für den Grauwassertank, in ihm werden die Abwässer etwa vom Geschirrspülen, Händewaschen oder Zähneputzen gesammelt, nach dem Ablassen des Abwassers nicht. An den Ablassstationen werde, so die Aussage der Fahrer, der Tank nicht komplett entleert. Dies geschehe aber bei weiter geöffnetem Ventil während der Fahrt durch "Schüttelbewegungen" des Fahrzeugs.

Damit werde aber das "teilweise auch sehr geruchsintensive Grauwasser/Abwassser vor unserer Haustüre entleert", heißt es im Antrag. "Dies ist für mich als Anwohnerin sehr unangenehm." Deshalb forderte die Antragsstellerin einen Zusatz zur Platzordnung, wie es sie bereits in anderen Gemeinden gibt. Die Räte stimmten zu.

Mehr Geld für Wahlhelfer

Die Parksituation im Bereich des Zanghauses nahe der Kreuzung Albertshöfer Straße/Hauptstraße und die daraus folgenden Behinderungen für Fußgänger und Fahrzeuge waren Inhalt eines weiteren Bürgerantrags. Dieser soll demnächst im Bauausschuss vor Ort begutachtet werden.

Für ein "natürliches Rückhaltebecken zur Entlastung des Riedbachs" stellt die Gemeinde einen Förderantrag an das Amt für ländliche Entwicklung. Mit bis zu 70 Prozent, maximal 60 000 Euro, kann die Maßnahme bezuschusst werden, wie Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs in einem Gespräch mit dem Amt erfahren hat. Die Planung soll das Büro Köhl übernehmen, das auch den Kanal Riedbach plant.

Früher reichte eine Brotzeit als Entlohnung für die ehrenamtlichen Wahlhelfer aus, dann waren es 20 Euro pro Tag. Jetzt wird das "Erfrischungsgeld" für die anstehenden Kommunalwahlen auf "Anregung" des Landratsamtes auf 40 Euro erhöht.

Luftqualität soll gemessen werden

Um endgültig eine Wasserschutzzone für die Mainstockheimer Trinkwasserbrunnen ausweisen zu können, fehlt noch ein "Färbeversuch" im Steinbruch. Aufgrund eines Personalwechsels bei der zuständigen Behörde gibt es für die nicht günstige Maßnahme erneut eine zeitliche Verzögerung. Sollte es nochmals zu einer Verschiebung kommen, will der Bürgermeister auf den Versuch verzichten und sich alleine auf das vorliegende Gutachten verlassen.

950 Euro für das Sandstrahlen und nochmals 450 Euro für einen zweiten Anstrich – das ist das Angebot einer Firma für das Herrichten der alten Lore, die bei der Verfüllung der Kalksteintiefbaue gefunden wurde. Zu teuer, fand Peter Brandner, der zusammen mit Andreas Fuchs eine günstigere Lösung finden möchte.

Julia Ebenhöh will mehr über die Luftqualität in Mainstockheim wissen. Die Tallage, die Nähe von zwei Autobahnen, der Verkehr im Ort: All das könnte negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Bürgermeister Fuchs will sich bei Behörden über entsprechende Messgeräte kundig machen.

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