KITZINGEN
TRIATHLON

Mainfrankentriathlon: Aus der Badewanne in die Hitze

Der siebte Main-Post-Mainfrankentriathlon in Kitzingen forderte von den Sportlern alles. Bei dem heißen Wetter hatten selbst Profis Schwierigkeiten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Brütende Hitze forderte von den Teilnehmern des 7. Mainfrankentriathlons alles – Mehr als 700 Sportler gingen am Samstag in Kitzingen an den Start. Foto: Fotos: Hartmut Hess
+2 Bilder

Der Würzburger Lukasz Wojt ist als Triathlet im österreichischen Profi-Team Pewag einiges gewohnt. Doch selbst er empfand die tropischen Temperaturen von 34 Grad Celsius als „grenzwertig“. Da taugte auch das Bad im Main nach den zweistündigen Strapazen nicht zur Abkühlung, denn der Fluss hatte mit 26 Grad Wassertemperatur eher Badewannen-Charakter. Die Bedingungen bei dem diesjährigen Main-Post-Mainfrankentriathlon waren also alles andere als einfach.

Losgelegt wie die Feuerwehr

Lukasz Wojt legte bei der ersten Disziplin, dem 1670-Meter-Schwimmen im Main, los wie die Feuerwehr, war bei den 40 Kilometern auf dem Rad weiter stark und sah nach der zehn Kilometer langen Laufstrecke auf der Olympischen Distanz nach 1:56,44 Minuten das Ziel. „Ich bin kontrolliert gelaufen, um nicht zu kollabieren“, sagte der 36-Jährige, der im Ziel ziemlich platt war und konstatierte, „dass die Hitze mein größter Gegner war“. Er siegte vor dem Kronacher Michael Kalb und Markus Unsleber aus Wülfershausen.

Derweil machte dem Iphöfer Frank Lehner, der in der Altersklasse der 45- bis 50-Jährigen den 3. Platz belegte, die Hitze nichts aus. „Das bin ich von Hawaii gewöhnt, dort ist es noch heißer und schwüler“, verriet der 48-Jährige, der im Oktober ein weiteres Mal den „Ironman“ und die Weltmeisterschaft auf Hawaii bestreiten wird.

Auch bei Frauen blieb der Sieg in Unterfranken

Bei den Frauen blieb der Sieg in Unterfranken, hier war Anna-Lena Klee vom TSV Mellrichstadt das Maß der Dinge. Die 34-jährige Mutter von zwei Kindern war beim Schwimmen nicht so schnell wie erhofft und setzte die Taktik, „auf dem Rad einfach mein Tempo zu fahren“, siegbringend um. Die Schnellste aus dem Kitzinger Landkreis war Amelie Dornberger vom SV Altenschönbach auf Rang 7. Dominik Karl vom TV Ochsenfurt ist als starker Langstreckenläufer bekannt, kann aber auch gut schwimmen und radeln, was er mit dem Sieg über die Sprint-Distanz bewies. Auf dieser Distanz rangierte Lea Cagol vom SV 05 Würzburg ganz vorne und musste nur sechs Männern den Vortritt lassen. „Die Hitze heute ging an die Substanz“, bemerkte die ausgepowerte 22-Jährige.

Als beste Kitzingerin über die Volksdistanz (Sprint) zeichnete sich Vivtoria Kolb von der Turngemeinde Kitzingen aus. Die Konkurrenz in der Triathlon-Landesliga dominierten heuer die Männer der TG 48 Schweinfurt. In Kitzingen gelangen dem Einzelsieger Stefan Betz sowie Hans Appel und Julian Bohn der dritte Tagessieg bei vier Veranstaltungen, womit sie den Bayernliga-Aufstieg perfekt machten.

Organisator machte selbst mit

„Trotz der Hitze war heute eine geile Stimmung“, resümierte Organisator Dieter Göpfert. Der 54-Jährige hatte seine Ankündigung wahr gemacht, in dem er selbst im Main und auf dem Fahrrad mitmischte. Bei der Siegerehrung heimsten der Kitzinger Alfons Brückner und Joachim Berger (beide Geburtsjahrgang 1941) das Lob als älteste Teilnehmer ein, während Victoria die jüngste Teilnehmerin war.

Und auch das Anfängerteam, unterstützt von der Main-Post, schlug sich beachtlich. 

Dank der Unterstützung der Wasserwacht, des BRK, der Handballer und des Laufteams der Turngemeinde sowie den Gewichthebern des Kraftsportvereins Kitzingen am Main-Ausstieg lief alles problemlos, und Johannes Käppner und sein Assistent Jonas Wirth lieferten Informationen am laufenden Band. Käppner ließ damit die Zeit für die Zuschauer kurzweilig werden. Die Teilnehmer wurden schließlich von den Weinprinzessinnen mit Medaillen belohnt.

ONLINE-TIPP

Die Ergebnisse unter www.sas-zeitmesssysteme.de

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.