KITZINGEN

Mainbrücke wartet auf Sanierung

Der Zahn der gut 700 Jahre währenden Geschichte nagt weiterhin kräftig an der Alten Mainbrücke in Kitzingen. Aber obwohl das Sorgenkind vor sich hinbröckelt, wird die auf gut drei Millionen Euro geschätzte Sanierung auf sich warten lassen.
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Schön, aber baulich angeschlagen: Die Alte Mainbrücke in Kitzingen braucht wegen ihrer Undichtigkeit eine teure Generalsanierung. Foto: Foto: Harald Meyer

Der Zahn der gut 700 Jahre währenden Geschichte nagt weiterhin kräftig an der Alten Mainbrücke in Kitzingen. Aber obwohl das Sorgenkind vor sich hinbröckelt, wird die auf gut drei Millionen Euro geschätzte Sanierung auf sich warten lassen.

Ein entsprechender Beschluss des Stadtrats liege noch so lange auf Eis, bis das Ergebnis der Brückenprüfung – im Herbst geplant – vorliegt, so Bauamtschef Oliver Graumann. Obwohl die Gesundungskur für den Mainübergang frühestens 2015 beginnen kann, wird die Verbindung zwischen Brücke und Innenstadt in wenigen Wochen angepackt: Nach der Etwashäuser Kirchweih – Mitte Oktober – sollen laut OB Siegfried Müller die Arbeiten beginnen. Noch vor Einbruch des Winters soll das Ganze abgehakt sein.

Weil die Brückenerneuerung noch aussteht soll die Auffahrt vorerst ein Provisorium werden. Der Rest des rund 125 000 Euro teuren Umgestaltungsplans wird Müller zufolge aber erledigt. Ein Platz mit Brunnen und Bänken wird vor dem Modehaus Weigand entstehen – hier kommt viel Pflaster zum Einsatz. Das gleiche Material führt auch von der Brücke in den Markt, wo in einem zweiten Bauabschnitt ein barrierefreier Gehstreifen durch die Fußgängerzone führen soll.

Spannend könnten die Verkehrsveränderungen in dem Bereich zwischen der Brückenauffahrt und dem Gustav-Adolf-Platz werden. Hier soll künftig Tempo 20 gelten, die Fahrbahn auf rund 50 Metern durch drei neue Längsparkplätze (Alte Burgstraße) verengt werden.

Eher eine Anpassung an die Realität – Radler und Fußgänger nutzen in der Regel die Gerade zur Innenstadt – wird das Entfernen der beiden Zebrastreifen sein, die auf beiden Seiten des Brückenübergangs bisher zum weitgehend gefahrlosen Überqueren der Straße einladen.

Ist das alles abgehakt, kommt die Brücke selbst dran: Die ist seit langem undicht, zeigt schon etliche Wasserschäden und wird wohl nach bisherigem Stand gut drei Millionen verschlingen. Was ebenfalls noch fehlt, ist der seit langem diskutierte Aufprallschutz. Da ist für die billigste Version eine halbe Million Euro fällig. Ob beide Kostenschätzungen, die schon etwas älter sind, halten, dürfte eher zu bezweifeln sein.

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