Das Jahr 2013 ist weiter zu trocken. Der März hat mit nur zehn Litern pro Quadratmeter rund 30 Liter weniger gebracht als im langjährigen Durchschnitt. Noch bemerkenswerter und deutlich spürbar: Der dritte Monat des Jahres 2013 war viel zu kalt.

Wie Gerd Düll, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AfELF) in Kitzingen sagte, lag die Temperatur im März gerade mal bei 1,1 Grad – immerhin plus. Ein „normaler“ März bringt es immerhin auf fünf Grad. 16 Frosttage gab es danach insgesamt und einmal sank die Temperatur in der Mainbernheimer Straße in Kitzingen auf minus zwölf Grad.

Folge: Es gab keine Vegetation. Es tut sich nichts bei den Pflanzen. Die Bauern, die eigentlich im Märzen ihre Rösslein einspannen sollten, stehen weiter in den Startlöchern. Zuckerrüben oder Sommergetreide, die in normalen Jahren um diese Zeit bereits im Boden sind, warten noch auf die Aussaat.

Einziger positiver Effekt: Die Kälte hat dem Wintergetreide oder auch dem Raps nicht geschadet. „Immer, wenn es richtig kalt wurden, lag eine schützende Schneedecke auf den Felder“, sagte Düll. Das gilt auch für die Reben und die Obstbäume. Die haben angesichts der Dauertieftemperaturen noch nicht ausgetrieben und wo es keine Triebe gibt, können auch keine erfrieren.

Der überdurchschnittlich lange Winter hat einiges an Vegetationszeit gekostet. Noch aber, so Düll, ist nichts verloren. Wenn der April und der Mai warm werden und genügend Niederschläge bringen, ist alles noch aufzuholen. Wenn nicht, sind Ertragseinbußen nicht auszuschließen.

Noch einmal zu den Niederschlägen. Nach 22 Litern im Januar, 34 im Februar und zehn im März, sind in ersten Quartal bisher 66 Liter gemessen worden. Normalerweise sind es um diese Zeit fast 110 Liter.

Allerdings ist das mit dem relativ trockenen Jahresanfang fast normal. Vor einem Jahr waren es um diese Zeit 75 Liter und 2011 knapp über 70. Auch der März war 2011 mit acht Litern und 2012 mit fünf noch trockener als in diesem Jahr. Dass der März auch anders kann, zeigt ein Blick in die Statistik des Amts für Landwirtschaft. Die weist mit 112 Litern im Jahr 2001 das Rekordergebnis aus und auch 1988 lagen die Niederschläge über 100 Litern.

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